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19:17 20.06.2017
Utha Bonowsky vom Kieler Honig war in Schilksee zu Gast. Quelle: Sonja Paar
Kiel

„Ich bin schon eine Süße und mochte Honig und alles Süße immer sehr gern“, erzählt die gebürtige Berlinerin im Talk mit KN-Redakteur Gerhard Müller in der KN-Medienlounge in Schilksee.

Selbst zu imkern sei aber trotzdem nie ein Thema gewesen.

Nach ihrem Abitur in Berlin zog es sie zunächst nach Süddeutschland. Dort machte sie auf einem Bauernhof eine Ausbildung zur Landwirtin. „Da bin ich auch das erste Mal richtig mit Bienen in Kontakt gekommen“, erzählt sie schmunzelnd. Ein Bienenschwarm sei bei der Feldarbeit direkt über ihren Kopf geflogen. „Der Bauer sagte noch: Duck Dich mal. Und das habe ich gemacht.“ Viel mehr habe sie lange Zeit nicht mit Bienen verbunden.

Erst viele Jahre später hat sich das geändert, als sie schon in Kiel lebte. Hier hat Bonowsky Agrarwissenschaften studiert und fühlt sich seitdem an der Förde zu Hause. Und hier produziert sie seit 2014 als Honigdeern ihren Honig. Aus diesem Grund ist sie auch Teil des Buches „Wir in Kiel“, das die Kieler Nachrichten anlässlich des 775-jährigen Geburtstags der Landeshauptstadt herausgeben. Es erscheint am 18. Juli.

24 Bienenvölker besitzt Utha Bonowsky inzwischen, die in Bienenstöcken an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt leben; am Wiker Balkon etwa, am Prüner Schlag, im Schleusenpark oder am Alten Botanischen Garten auf dem Dach von Geomar. „Und schmeckt der Honig von dort anders als von den anderen Standorten?“, will KN-Redakteur Müller wissen. „Ja, auf jeden Fall!“, so die eindeutige Antwort. Weil es im Alten Botanischen Garten ganz andere Pflanzen gibt als anderswo, sei der Geschmack des Honigs hier sehr besonders. „Aber der Honig von jedem Standort schmeckt anders. Das liegt daran, weil überall unterschiedliche Pflanzen wachsen“, erklärt die Honigdeern.

Bonowsky sieht ihre Arbeit als Imkerin auch als Beitrag zum Bienenschutz. „Wenn es keine Bienen mehr gibt, gibt es irgendwann auch keine Erdbeeren oder Birnen mehr. Man muss sich also um die Bienen kümmern.“ Das täten die Imker, indem sie die Hygiene verbesserten und sich fürsorglich mit den Bienen auseinandersetzten. „Wenn es weniger Imker gibt, gibt es auch weniger Honigbienen.“ Die Stadtimkerei sei ein wichtiger Beitrag, das zu ändern. ans

Am Mittwoch um 16.30 Uhr im Talk in der KN-Medienlounge: „Tatort“-Kommissar Axel Milberg und seine Ehefrau Judith. Zu sehen auch auf www.facebook.com/kielernachrichten

Von Anne Steinmetz

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