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Kiel Holsten-Fleet wird 20 Prozent teurer
Kiel Holsten-Fleet wird 20 Prozent teurer
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06:00 25.10.2018
Von Martina Drexler
Sie ist eine der prominentesten Baustellen in Kiel: Der Zeitplan für die Fertigstellung des Holsten-Fleets an der Holstenbrücke Ende 2019 wackelt zwar nicht, aber das Projekt wird um 20 Prozent teurer als geplant. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Das Tiefbauamt legt dem am 1. November tagenden Bauausschuss aktuelle Informationen zu den Wasserbecken vor. Eine wesentliche Ursache für die Kostenerhöhung sieht das Amt in der überhitzten Baukonjunktur mit überwiegend geringer Beteiligung potenzieller Bieter, verbunden mit teilweise erheblichen Kostensteigerungen gegenüber den städtischen Berechnungen.

Unerwartete Fundamente ließen die Kosten steigen

Weitere Gründe liegen demnach im größeren Aufwand für Kampfmitteluntersuchungen, die Beseitigung von Findlingen oder Holzpfählen sowie für die Wiederverwertung oder Deponierung des Aushubbodens. Dazu kommen noch höhere Kosten für die eingesetzten Sonderfachleute und für die notwendige Umplanung, nachdem Bauarbeiter vor dem Ahlmannhaus in der Holstenbrücke Fundamentreste gefunden hatten. Das hatte, wie berichtet, Folgen für nahezu alle Gewerke, führte zu zusätzlichen Prüfungen und zu einer veränderten Bauausführung.

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Finanzierung der Mehrbelastung und Fertigstellung Ende 2019 offenbar gesichert

Die Mehrkosten scheinen jedoch gedeckt. Das Innenministerium habe zugesichert, die zusätzlichen Städtebauförderungsmittel aus Umschichtungen bereitzustellen, berichtet das Tiefbauamt. Ein Drittel der förderfähigen Kosten für die Wasserbecken trägt der Bund, ein Drittel übernimmt das Land Schleswig-Holstein und ein Drittel der Kosten die Landeshauptstadt. Trotzdem soll das Holsten-Fleet wie geplant Ende 2019 fertig sein.

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