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Kiel Kiels Politik freut sich über Bundeswehr
Kiel Kiels Politik freut sich über Bundeswehr
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10:00 03.07.2019
Von Michael Kluth
Foto: Marinestützpunkt Kiel
Marinestützpunkt Kiel. Nach dem Willen der SPD-Ratsfraktion soll die Bundeswehr hier auch Wohnungen für ihre Soldaten bauen. Quelle: Frank Behling
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Kiel

„Der Bau neuer Soldatenunterkünfte in der Wik und einer Wache für die Bundeswehr-Feuerwehr, die Modernisierung von Pieranlagen und Schwimmbrücken sowie die Ausbaggerung versandeter Liegeplätze sind vernünftig“, sagt der bundeswehrpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Falk Stadelmann. „Die Bundeswehr ist Taktgeber im Bundesbau, weil sie den Sanierungsstau in den Kasernen abbaut und mit der ,Trendwende Personal’ vor einem Ausbau von Personal und Infrastruktur steht. Das ist gut für unsere Stadt.“

Entlastung für den Kieler Wohnungsmarkt

Stadelmann verknüpft seine Reaktion mit einem Bekenntnis: „Wir setzen uns dafür ein, dass die zivilen und militärischen Arbeitsplätze der Bundeswehr in Kiel gesichert werden.“

Der SPD-Ratsherr ermuntert dazu, „auch Wohnraum für Soldatinnen und Soldaten auf dem Gelände des Marinestützpunkts selbst zu schaffen“. Der Bau spezieller Wohnungen für Bundeswehrangehörige auf Liegenschaften der Bundeswehr solle wieder aufleben. So werde der Druck auf den angespannten Kieler Wohnungsmarkt entlastet.

Stadelmann geht noch weiter: „Sogar der Bau von Studierendenheimen auf dem Gelände des Marinestützpunkte wäre denkbar, um so dort wohnende Studierende den Alltag der Bundeswehr hautnah miterleben zu lassen und dafür zu interessieren, eine Offizierslaufbahn einzuschlagen.“

"Stärkung der Kieler Bauwirtschaft und Handwerkerschaft"

Für die CDU-Ratsfraktion betont deren baupolitischer Sprecher Florian Weigel den Nutzen der Investitionen für die Kieler Wirtschaft: „Der Neubau und die Erweiterung von Bundeswehreinrichtungen werden auch zu einer Stärkung der Kieler Bauwirtschaft und Handwerkerschaft beitragen. Eine starke Wirtschaft wiederum erhöht die Attraktivität als Bundeswehrstandort.“ Das sei „eine perfekte Symbiose“, von der auch die Kieler Zivilgesellschaft profitiere.“

Weigel fordert die Kieler Politik und Verwaltung auf, Grundstücke für Wohnungsbau, Firmenansiedlungen und eine Internationale Schule anzubieten und die Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu erhalten. Auch der CDU-Ratsherr verbindet seine Stellungnahme mit einem Bekenntnis zur Bundeswehr: „Die CDU-Ratsfraktion setzt sich für ein starkes Gemeinwesen und eine starke Wirtschaft mit einem attraktiven Bundeswehrstandort in Kiel ein.“

"Gutes Signal für den Standort Kiel"

Der bundeswehrpolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Ingmar Soll, sieht ein „gutes Signal für den Bundeswehrstandort Kiel“. Die Landeshauptstadt könne viel dazu beitragen, dass die Bundeswehr ihre Aufgabe erfüllt: „Primäre Aufgabe der Bundeswehr und damit auch der Marine ist es, die Sicherheit unseres Landes zu gewährleisten. Kiel bietet zum Beispiel eine maritime Wirtschaft, die schnell und professionell Dienstleistungen erbringen kann.“ Soll: „Wir hoffen, dass möglichst viele lokal ansässige Firmen von den Investitionen des Bundes profitieren können.“

Kiel sei zudem mit seinem Angebot an Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und im Gesundheitssektor, mit einem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot sowie einem touristisch attraktiven Umland ein attraktiver Standort für die Soldatinnen und Soldaten. Dies sei „ein wichtiger Faktor“ bei der Gewinnung von qualifiziertem Personal.

Einen Kommentar zu den Millioneninvestitionen der Bundeswehr in Kiel finden Sie hier.

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