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Kiel Der Kaufvertrag ist unterschrieben
Kiel Der Kaufvertrag ist unterschrieben
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17:59 15.11.2018
Von Martina Drexler
Der Kaufvertrag für das Kieler Schloss wurde am Donnerstag unterschrieben.  Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Wenige Stunden, bevor der Rat am Donnerstag tagte, war der Vertrag über den Verkauf des Schlosses an die Stadt unterschrieben – mit dem Vorbehalt, dass die Ratsversammlung am 13. Dezember ihre Zustimmung gibt. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der sich zur Unterzeichnung mit den Eigentümern Margrit Howe-Neuy (Wiesbaden) und Klaus-Peter Marschall sowie Notar Carsten Krage im Rathaus traf, ist nach wie vor zuversichtlich, dass die Politik mit großer Mehrheit hinter der Vereinbarung steht. „Ein solch historischer Ort gehört in die öffentliche Hand“, sagte er.

Zustimmung auch von der CDU

Auch die CDU signalisierte Zustimmung: „Wir begrüßen den Rückkauf. Ein Privater hätte den Konzertsaal nicht saniert“, sagt CDU-Fraktionschef Stefan Kruber. Seine Fraktion sehe neben großen Risiken die Chance, das Notwendige mit dem Nützlichen zu verbinden und an dem idealen Standort ein Kongress- und Kulturzentrum zu entwickeln. Nur die Linke ist gegen den Kauf durch die Stadt. „Wir halten das für verkehrt“, kritisiert deren Fraktionsvorsitzender Stefan Rudau. Die Linke sehe das Land in der alleinigen Pflicht, das Areal zurückzuerwerben und entsprechend zu entwickeln.

Die laut Kämpfer 1,8 Hektar beste Lage soll nach der Vereinbarung ab 1. Januar 2019 für 4,1 Millionen Euro in städtisches Eigentum übergehen. Marschall kommentierte die Vereinbarung mit dem Hinweis, dass die Vernunft gesiegt habe. Kämpfer ist zwar von der Idee begeistert, das gesamte Areal mit Hauptbau, Rantzaubau und Tiefgarage zu einem Kultur- und Kongresszentrum weiterzuentwickeln, doch angesichts eines zusätzlichen Sanierungsbedarfs von geschätzt etwa 40 Millionen Euro räumt er zunächst dem Konzertsaal klare Priorität ein.

Land stehe zur Zusage

Mit Blick auf Risiken, den anfangs definierten Anteil von acht Millionen Euro aus privaten Spenden für die Sanierung des Saals aufzubringen, sah sich die Landesregierung jetzt noch einmal veranlasst, darauf hinzuweisen, dass sie nicht mehr als ein Drittel der bislang kalkulierten 24 Millionen Euro zahlen werde. „Das Land steht zu seiner Zusage, für bis zu acht Millionen Euro einzustehen“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter. Nur wenn die Sanierung teurer werde, sei man bereit, Mehrkosten „hälftig“ zu teilen. Sollte das Projekt erheblich über der bisherigen Kalkulation liegen, müssten jedoch – wie vereinbart – neue Gespräche geführt werden. Kämpfer spricht von einem „unterschiedlich ausgeprägten Optimismus“, was die private Spendensammlung angeht. Zudem setzt er auf einen Vorsteuerabzug, auch mögliche Denkmalschutz-Fördermittel und Gespräche mit dem NDR über Unterhaltungskosten. Es sei ein seriöses Grundkonzept: „Es wird keine Elphi II., sondern ein Schloss I“.

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