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Kiel Land in Sicht für junge Wasserratten
Kiel Land in Sicht für junge Wasserratten
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14:33 12.11.2019
Von Karin Jordt
Das neue Schild aus Metall für das Schulwassersportzentrum Ostufer ist schon fertig, jetzt fehlt noch ein passendes Gebäude in Wellingdorf. Eine Gruppe segelbegeisterter Viertklässler von der Hans-Christian-Andersen-Schule und Daniel Peter, Lehrer an der Andreas-Gayk-Schule, hoffen, dass das neue Bootshaus bald gebaut werden kann. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Das Grundstück an der Brückenstraße liegt direkt am Sporthafen Wellingdorf, doch für die Aktivitäten gibt es bisher nur Container. Nun planen die Organisatoren ein festes Gebäude mit Schulungsraum, Lager und sanitären Einrichtungen. Der Ortsbeirat Ellerbek/Wellingdorf befürwortet die Pläne und bittet die Stadt, das Projekt zu unterstützen. Im Wassersportzentrum bündeln die Mitgliedsschulen ihre Kräfte, um dem Nachwuchs Sportarten auf dem Wasser zu bieten. Mit im Boot sind neben dem Regionalen Berufsbildungszentrum Technik auch weitere Schulen, sozialen Einrichtungen, das Kieler Jugendkutterprojekt und viele ehrenamtlich Aktive, die dem Motto „Kiel Sailing City“ alle Ehre machen. Die Klassen und Arbeitsgemeinschaften können im 2013 gegründeten Zentrum Kanus, Stand-up-Paddelboards, Segeljollen oder ein Drachenboot nutzen. „Wir haben auch Kooperationen mit Betrieben, sodass wir Wassersport und berufliche Bildung verbinden können“, berichtete Tobias Hornstein, Gründungsmitglied und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Schulwassersportzentrum Ostufer

Enge Kooperation der Mitgliedsschulen

Auch Kinder mit Förderbedarf und junge Landratten aus weniger betuchten Familien können die Förde unter fachkundiger Anleitung in Kuttern, Optimisten und Paddelbooten entdecken. Die Mitgliedsschulen pflegen dabei eine enge Kooperation. Wer das Jungendschwimmabzeichen Bronze hat, darf mitsegeln. „Wir arbeiten auch an den Booten“, erklärte Rainer Peschties, Leiter der Andreas-Gayk-Schule, dem Ortsbeirat. Das Grundstück des Vereins an der Brückenstraße mit dem Zugang zum Wasser sei „eine Perle mit einem Provisorium“, dem ein festes Gebäude fehle. Über Winter dient das Grundstück vorübergehend noch als Bootslagerplatz, aber für die kommende Saison haben etliche Schulen schon wieder Interesse für die Nutzung angemeldet. Auch generationsübergreifende Projekte und Aktionen für Senioren gehören zum Programm. Der Vorteil des Netzwerks: Eine Werkstatt, Schwimmwesten, Boote und Boards sind vorhanden, auch Reparaturen werden übernommen. 

Soziale Kompetenzen werden gestärkt

Durch gemeinsame, sportliche Aktivitäten werden soziale Kompetenzen gestärkt. „Absprachen einhalten, im Team arbeiten, Regeln beachten, die Umwelt schützen, zuverlässig und pünktlich sein – das ist uns wichtig“, sagt Daniel Peter, engagierter Wassersportler und Förderschullehrer der Andreas-Gayk-Schule. So hat auch eine Gruppe von Viertklässlern der Hans-Christian-Andersen-Schule erste Segelerfahrungen gesammelt: „Das war cool“, erzählt Christoff (10), „wir haben aufgepasst, dass keine anderen Schiffe kommen und mussten dann weglenken, also eine Wende fahren.“ Auch Almina (10) ist begeistert: „Das war schön, wir durften auch steuern und haben Quallen und Fische gesehen.“ Darwich (10) weiß noch, dass es Regeln gibt und man die Hände nicht aus dem Boot strecken sollte. Gemeinsam wurde Essen zubereitet und abgewaschen, auch das fördere soziale und emotionale Prozesse, wie Lehrer Peter betont. Und sollte ein Lehrerkollegium ein Projekt zur Teambildung suchen – auch dafür bietet das Schulwassersportzentrum Ostufer viele Möglichkeiten.

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