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Kiel Engagiert bis ins Ziel gerollt
Kiel Engagiert bis ins Ziel gerollt
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13:21 29.06.2015
Von Oliver Stenzel
Er zeigt, dass nicht nur beim Bau, sondern auch auf der Skaterbahn eine gute Figur macht: Julian Budnik mit vollem sportlichen Einsatz. Quelle: Michael Kaniecki
Kiel

Denn nachdem in den vergangenen Jahren nahezu sämtliche zentralen Skateanlagen in der Stadt abgebaut worden waren, mussten hiesige Brettfahrer zuletzt bis nach Heikendorf fahren, um ihre Fähigkeiten professionell trainieren zu können.

 „Der neue Park kann es mit Heikendorf locker aufnehmen, ist aber ganz anders angelegt“, urteilt Mats Hoff, der den Unipark nicht nur als einer der Ersten testen konnte, sondern zuvor auch tatkräftig an seiner Entstehung mitgewirkt hat. Denn dass dieser für eine Gesamtsumme von „lediglich“ 40000 Euro gebaut werden konnte, ist vor allem der Eigeninitiative der Kieler Skateszene zu verdanken, die das Projekt aus eigener Kraft in die Tat umsetzte. Rund 40 Skater waren in den vergangenen zweieinhalb Monaten auf der Baustelle aktiv, um den unter der Mitwirkung der Kieler Skatepark-Firma Anker Rampen konzipierten Park zu bauen. „Ich hatte irgendwann einfach den Ehrgeiz, jeden Tag wieder am Start zu sein“, berichtet Hoff, der mit seinen Mitstreitern Tim Eckert, Hauke Wendt, Ole Bachmann, Julian Budnik und Enrico Mann das Kernteam bei der Umsetzung bildete.

 Das Baumotto „Support your local Skatepark“, das auf vielen T-Shirts zu sehen war, ist dabei mehrfach wortwörtlich zu verstehen. Denn für die bisherige Finanzierung des Parks sorgte Helge Bachmann, Inhaber des Skateshops „Support“ in der Kehdenstraße und Kassenwart des Vereins „Skate Kiel“. „Ich freue mich sehr, dass die Szene jetzt wieder einen Spot im Zentrum der Stadt hat“, sagt Bachmann, der bereits vor einigen Jahren den ehemaligen Holzpark an der Uni gesponsert hatte: „Der neue hier hält bei guter Pflege nun rund 25 Jahre.“ Von der Bauart her ist der neue Park einer amerikanischen Straßenlandschaft nachempfunden, was demnächst auch noch durch eine entsprechende Beschilderung unterstrichen werden soll. Vorbehalten ist die Anlage ausschließlich Skatern: „Wenn wir hier beispielsweise auch noch BMX-Fahrer zulassen würden, wäre die Anlage, die auch von ihrer ganzen Machart her auf Skateboards zugeschnitten ist, im Handumdrehen überfüllt “, sagt Bachmann und verweist auf den geplanten Park in Gaarden, der für alle möglichen Trendsportarten offen sein soll.

 Dass die Eröffnungsfeier am Sonntag kurzfristig in eine Voreröffnungsfeier umgewidmet wurde, hängt mit einer erfreulichen Entwicklung zusammen. Denn überraschend hat sich die Universität dazu entschieden, die noch vom Vorgänger bestehende Tribüne des neuen Parks zu sanieren, die dann zum Teil ebenfalls befahrbar sein wird. Weiterhin wollen die Kieler Skater ihr Projekt gerne auf der restlichen noch zur Verfügung stehenden Fläche des Unigeländes mit einem sogenannten Flowpark vollenden – und suchen dafür jetzt nach Förderern.

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