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Kiel Bühne für Premiere im Mai ist schon drin
Kiel Bühne für Premiere im Mai ist schon drin
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10:00 26.03.2019
Von Jürgen Küppers
Zwei Theaterchefs, ein Ziel: Thomas Hamann und Martina Riese wollen ihr Theaterschiff so schnell wie möglich an den Start am Germaniabecken bringen. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Bis sich die Reihen für rund 200 Besucher nach aktueller Schätzung Ende Mai am Dauerliegeplatz des Theaterschiffs vor dem Germaniabecken erstmals mit Publikum füllen, bleibt allerdings noch einiges zu tun in der Friedrichsorter Traditionswerft Gebr. Friedrich – vom Einbau der bordeigenen Kläranlage bis hin zur Wiedererrichtung des alten Deckshauses mit Empfangs- und Sanitärbereich.

Trotzdem gibt sich der Innenausbau-Projektleiter für die künftige Spielstätte des Lore & Lay-Theaters, Thomas Hamann, optimistisch: „Bei den Arbeitsabläufen liegen wir voll im Zeitplan, nur bei Terminen für die Materiallieferungen könnte es theoretisch Verzögerungen geben.“

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Noch gleicht der Theaterraum einer Industriehalle

Stattliche 540 Quadratmeter misst der Raum, in dem seit Fertigstellung des Binnenleichters (1980) jahrzehntelang Erze, Kohle und Stückgüter den Rhein stromab- oder -aufwärts geschippert wurden.

Ein Hauch Industriegeschichte weht immer noch durch die gewaltige Halle mit den rostigen Stahlwänden, die in diesen Tagen nach und nach mit weißen, grauen oder roten Metallpaneelen inklusive Isolierschicht verkleidet werden. „Trotzdem sollen die Theaterbesucher nach dem Umbau immer noch merken, dass sie sich auf einem ehemaligen Arbeitsschiff befinden“, erklärt Hamann.

Theaterchefs investierten ihr Privatvermögen

Ein Kraftakt ist auch der Umbau. Zwei Jahre lang feilte Hamann mit Ehefrau und Geschäftsführerin der Lore & Lay-Theater GmbH, Martina Riese, am Konzept ihres Traums vom eigenen Theaterschiff. Sie investierten zudem nicht nur einen beträchtlichen Teil ihres Privatvermögens in das Projekt, sie müssen auch noch einen von der EU gewährten Langzeit-Kredit in Höhe von 830.000 Euro schultern.

Trotzdem ist das Ehepaar sicher, dass seine Rechnung langfristig aufgeht. Alles sei genau durchkalkuliert. In den ersten Monaten werde an drei Tagen das bislang gewohnte „Lore & Lay“-Repertoire mit niveauvollen Boulevard-Stücken gespielt, im Herbst sowie in der Vorweihnachtszeit könnten es dann vier bis fünf Spieltage (teilweise sogar mit Doppelvorstellungen) sein.

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