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Kiel Neues Schiff für die U-Boot-Erprobung
Kiel Neues Schiff für die U-Boot-Erprobung
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13:00 11.11.2018
Von Frank Behling
Das neue Flaggschiff der Kieler Werft Thyssenkrupp Marine Systems passierte am Sonnabend aus Abu Dhabi kommend den Nord-Ostsee-Kanal.  Quelle: Frank Behling
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Kiel

Das 73 Meter lange und 2642 BRZ große Schiff wurde von der Kieler Werft TKMS im September in Abu Dhabi gekauft und im September übernommen. Es handelt sich dabei um ein "Dynamically Positioned Multi Role Offshore Support Vessel" – kurz DPSV. Diese Schiffsart ist für Unterwasserarbeiten aller Art optimiert.

Von Abu Dhabi nach Kiel

Das 2004 auf der Werft Astilleros Balenciaga in Spanien gebaute „Aquanaut“ war bislang für die Reederei Adamas Offshore aus Bahrain im Einsatz. Es kam bei Wartungsarbeiten und Installationen an Öl- und Gasförderanlagen im Persischen Golf zum Einsatz.  

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In Abu Dhabi stießen die Mitarbeiter von TKMS aus Kiel auf dieses gut ausgerüstete Spezialschiff. Die Werft war bereits seit Monaten auf der Suche nach einem zweiten Sicherungsschiff für die Erprobung von U-Booten. Diesen Auftrag erledigte bislang das 1960 in Norwegen gebaute Begleitschiff „HDW Herkules“. Da in Zukunft wegen der guten Auftragslage der Werft zwei U-Boote parallel erprobt werden müssen, hat die Werft Bedarf für ein zweites Schiff.

Die Wahl fiel bei der Suche auf die „Aquanaut“ im Persischen Golf. Noch in Abu Dhabi erfolgte im Oktober die Umflaggung von den Bahamas nach Deutschland und der Eintrag ins Registergericht in Kiel. Nassau wurde durch Kiel als Heimathafen ersetzt.

Zunächst wartet ein Umbau

Die Kieler Werftcrew übernahm das Schiff und startete zur 6000 Seemeilen langen Reise nach Schleswig-Holstein. Am 29. Oktober wurde der Suezkanal passiert und am 3. Oktober füllte die Crew in Gibraltar die Treibstofftanks auf. Die letzte Etappe ging am Sonnabend durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel. Am Sonnabend um 18 Uhr traf die „Aquanaut“ im Dock 6 der Kieler Werft ein.

„Das Schiff wird auf die Bedürfnisse von Thyssenkrupp Marine Systems angepasst und für die speziellen Einsatzszenarien vorbereitet“, sagte ein Unternehmenssprecher. Deshalb wird die "Aquanaut" auch vorerst in der Werft bleiben und umgebaut.

Niklas Wieczorek 11.11.2018
Christopher Hahn 11.11.2018
Alev Doğan 11.11.2018