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Kiel Anastacia und andere Stars
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18:12 15.04.2014
Von Paul Wagner
Marquess, Rea Garvey und The Disco Boys rocken die NDR-Bühne am Ostseekai zur Kieler Woche 2014. Quelle: Axel Herzig
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Kiel

Marquess, Rea Garvey und The Disco Boys rocken die NDR-Bühne am Ostseekai. Weitere Top-Acts wollen die Veranstalter in den kommenden Wochen verraten.

Stadt und Veranstalter präsentierten des Programm zur Kieler Woche am Dienstag im Rathaus. Bürgermeister Peter Todeskino sprach von „einem Highlight im Norden Europas“ und verwies auf die mehr als 300 Konzerte und 2000 Veranstaltungen, die es während der neuntägigen Kieler Woche 2014 geben soll. Vom 21. bis 29. Juni werden erneut mehr als drei Millionen Gäste rund um die Hörn erwartet. Eröffnet wird die Kieler Woche von Bundespräsident Joachim Gauck am Sonnabend, 21. Juni, auf dem Rathausplatz. Im Anschluss erobert die Sängerin Christina Stürmer die Rathausbühne, und der traditionelle Holstenbummel durch die Innenstadt beginnt.

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Nach zwei Jahren Pause präsentieren die Radiosender RSH, delta radio und Radio Nora wieder ein eigenes Programm mit einer Bühne an der Spitze der Hörn. Dazu haben die Veranstalter in den vergangenen Wochen mit Ordnungsbehörden und Polizei ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet, das in Kürze separat vorgestellt werden soll. Nach Angaben der Veranstalter sind in diesem Jahr alle Konzerte kostenlos - Ausnahme ist wie immer die Reihe "Gewaltig leise" auf der Krusenkoppel.

Die Veranstalter erwarten zur Kieler Woche rund 4000 Regattateilnehmer aus mehr als 50 Nationen, die sich vor Schilksee spannende Rennen liefern werden. Sportlich geht es auch an Land zu - unter anderem auf dem Asmus-Bremer-Platz, am Ostseekai sowie in der Halle 400 sollen die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft übertragen werden. Maritimer Höhepunkt ist die große Windjammerparade mit mehr als 100 Groß- und Traditionsseglern zum Abschluss am 28. Juni.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Teilnahme russischer Großsegler an der Kieler Woche wackelt. Die Törnplanung der Schiffe „Mir“, „Kruzenshtern“ oder „Sedov“ – allesamt im Besitz staatlicher russischer Reedereien – wurde vorerst ins Schwarze Meer verlegt.
Die „Mir“ wird am Mittwoch den Bosporus passieren und Kurs auf die Krim nehmen. Die „Kruzenshtern“ hat den Heimathafen Kaliningrad bereits im März verlassen. Die Viermast-Bark segelt zusammen mit der „Sedov“ von Alicante nach Sete in Frankreich. Ende April sollen die beiden größten russischen Segelschiffe ebenfalls die türkischen Meerengen in Richtung Schwarzes Meer passieren. Dort ist eine Regatta unter der Schirmherrschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant.
Unabhängig vom fraglichen Besuch der „Kruzenshtern“ und weiterer russischer Schiffe sollen zur Kieler Woche und auch beim Hamburger Hafengeburtstag offenbar andere Großsegler die Lücken füllen. So hat die polnische Seefahrtsschule angekündigt, das 108 Meter lange Vollschiff „Dar Mlodziezy“ zu schicken. Sie wird mit der „Gorch Fock“ (89 Meter) die Windjammerparade am 28. Juni in Kiel anführen. Die „Dar Mlodziezy“ ist ein Schwesterschiff der russischen Windjammer „Mir“ und „Nadezhda“.
Ein Grund für das Fehlen mehrerer Windjammer bei den deutschen Hafenfesten sind auch die Routen der Tall Ship Races. Das Auftaktrennen beginnt ausgerechnet am zweiten Kieler-Woche-Wochenende in Harlingen (Niederlande) und führt über Frederikstad und Bergen (Norwegen) nach Esbjerg in Dänemark.