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Kiel Kruzenshtern führt Parade an
Kiel Kruzenshtern führt Parade an
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00:38 26.06.2014
Von Frank Behling
Die russische „Kruzenshtern“ ist seit Montag in Kiel. Quelle: FB
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Kiel

„Jetzt wird es bunt“, frohlockte Kiels Hafensprecher Ulf Jahnke. Neben der „Costa Pacifica“ und dem Kreuzfahrer „Azores“ gesellte sich mittags die Viermastbark „Kruzenshtern“ dazu. Das Schulschiff der staatlichen Baltic State Academy of Fishing in Kaliningrad befindet sich auf der Rückreise von einer Regatta im Schwarzen Meer und bleibt bis zum Wochenende in Kiel. Anders als die russische Korvette „Boiky“ ist das Segelschulschiff von den Boykott-Maßnahmen der Bundesregierung nicht betroffen. Zusammen mit der „Gorch Fock“ wird die „Kruzenshtern“ eines der sieben Führungsschiffe der Windjammerparade am Sonnabend sein.

 Das 1926 als „Padua“ gebaute Schiff ist mit 114 Meter der längste Windjammer bei der diesjährigen Kieler Woche. Die „Kruzenshtern“ ist der einzige der namhaften russischen Großsegler, der es rechtzeitig wieder nach Nordeuropa geschafft hat. Zusammen mit den russischen Windjammern „Mir“, „Sedov“ und „Nadezhda“ hatte die „Kruzenshtern“ im Mai an der Sovcomflot-Schwarzmeer-Regatta teilgenommen, die zur Olympia-Stadt Sotschi führte. Schirmherr dieser Regatta war Russlands Präsident Vladimir Putin.

 Der größte Windjammer ist in diesem Jahr mit einer Vermessung von 3849 BRZ die 106 Meter lange „Sea Cloud II“. Das luxuriöse Segelkreuzfahrtschiff wird am Wochenende zur Windjammerparade in Kiel erwartet und wird die vierte der sieben Gruppen der Parade anführen. „Wir haben Kiel wieder fest im Programm“, sagt Julia Eble von der Hamburger Reederei Sea Cloud. In diesem Jahr werden die Sommer-Reisen des exklusiven Windjammers im Rahmen einer Charter durch amerikanische und deutsche Veranstalter genutzt.

 Zu „Gorch Fock“, „Kruzenshtern“ und „Sea Cloud II“ stoßen dann noch bis Sonnabend das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“, die Kieler „Thor Heyerdahl“, die „Roald Amundsen“ und die niederländische „Gulden Leuww“.