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Kiel Bestes Badewetter zur Windjammerparade
Kiel Bestes Badewetter zur Windjammerparade
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15:45 29.06.2019
Von Jördis Merle Früchtenicht
An diesem Samstag sind nicht nur Schiffe in der Förde: Bei einer Wassertemperatur von 19 Grad beobachten einige Besucher die Windjammerparade vom Wasser aus. Quelle: Frank Peter
Kiel/ Heikendorf

Am Strand von Möltenort in Heikendorf beobachten viele Besucher die vorbeiziehenden Schiffe der Windjammerparade direkt vom Wasser aus, andere haben es sich in den Strandkörben und an der Promenade gemütlich gemacht. Ein Bild, das sich entlang der Kieler Förde wiederholt. Viele Zuschauer beobachteten bestens gelaunt das zweistündige Spektakel vom weithin dicht besetzten Ufer aus. Die Stadt Kiel spricht von rund 130.000 Schaulustigen.

Traumwetter zur Windjammerparade 2019

„Wir hatten schon ganz anderes Wetter“, erzählt eine Gruppe von Freunden aus Heikendorf, die sich seit zehn Jahren zu einem ausgedehnten „Windjammer-Frühstück“ am Strand in Möltenort trifft. Teilweise kommen die Freunde seit 44 Jahren zur Windjammerparade an den Strand. Es habe etwa schon Blitze und schwarzen Himmel gegeben. „Da haben wir uns dann im Strandkorb verbarrikadiert und hatten wie bei einem Panzer nur noch einen Sehschlitz.“ Sobald die Schiffe zu sehen seien, wolle man mit einem Glas Sekt anstoßen.

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Von Blitz und Donner kann an diesem Sonnabend keine Rede sein – viele beobachten die Schiffe der Windjammerparade in Badebekleidung auf dem Strandtuch liegend. „Die Strandkörbe sind heute ausverkauft“, sagt Rainer Hiemsch, der die Strandkorb-Vermietung mit seinem Kollegen Frank Gläser betreut. „Das ist in dieser Saison das zweite Mal – nach dem heißen Dienstag diese Woche“, ergänzt Gläser.

An der Wand des kleinen Holzgebäudes, in dem die Vermietung untergebracht ist, steht die Wassertemperatur auf einer Tafel: 19 Grad. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir zur Parade schonmal so schönes Wetter hatten“, so Hiemsch. Einziger Wermutstropfen sei die geringe Anzahl an Schiffen, die dieses Jahr bei der Parade mitmachen. „Aber schön ist es dennoch.“

Ein Heiratsantrag auf der Förde

Besonders schön ist die Windjammerparade in diesem Jahr auch für Detlef Schiller. Der Eigner des Traditionsseglers „Karoline of Kirkwall“, der an der Parade teilnimmt, hat einen Heiratsantrag für seine Freundin vorbereitet.

Auf der hinter der „Karoline of Kirkwall“ fahrenden „Großherzogin Elisabeth“ wird ein Segel hochgezogen, auf dem die Frage steht. „Schau mal da, ich habe was vorbereitet“ habe er seiner Freundin Carolin Kohlmann gesagt, so Schiller. Auf die Knie sei er nicht gegangen: „Ich musste sie im Arm halten.“ Kohlmann habe ja gesagt.

Am Strand in Möltenort, Heikendorf, sind die Strandkörbe ausgebucht: Bei bestem Badewetter lässt sich die Windjammerparade 2019 geradezu hautnah erleben.

„Wir wollen vielleicht auf See heiraten“, erzählt Schiller von den ersten Hochzeitsplänen. „Der Kapitän der Herzogin ist ohnehin eingeladen, vielleicht traut er uns auch.“

Schiffe fotografieren in Möltenort

In der Nähe des U-Boot-Ehrenmals Möltenort stehen die Menschen wie an einer Perlenkette aufgereiht. Hier hat Jürgen Teute seine Kamera aufgebaut. Der 68-Jährige aus Bremerhaven kommt seit sechs Jahren zur Kieler Woche und fotografiert die Schiffe.

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„Heute halte ich nur noch so drauf. Für die Schiffe, die ich einzeln fotografieren wollte, bin ich die letzten Tage schon immer rausgefahren.“ Der Atmosphäre zwischen den Schiffsspottern und in der Fotocommunity in Kiel sei besonders gut.

"Die Parade ist beeindruckend"

Seit fast 20 Jahren komme ihre Familie aus Dortmund regelmäßig zum Urlaub an die Ostsee, erzählen Sandra Skrzypczak und ihre Tochter Natalie. Für die 19-Jährige ist es die dritte Kieler Woche. „Aber es ist die erste, an die ich mich erinnern kann. Das letzte Mal saß ich noch im Buggy.“ Ihre Mutter ergänzt: „Die Parade ist beeindruckend.“

Hier sehen Sie Bilder von der Windjammerparade zur Kieler Woche 2019.

Nick Nommensen und Nikos Zundel sitzen schon professionell ausgestattet in der Strandmuschel: Die beiden Jungen haben Ferngläser mitgebracht. „Die 'Mir' fand ich besonders toll“, so Nick. Mit Blick auf den Sonnenschein sagt seine Mutter Martina Nommensen: „Das ist das beste Wetter, an das ich mich erinnern kann.“ Sie seien zum einen für die Parade hergekommen, zum anderen wollen sie aber auch baden gehen.

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