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Kiel Kostenlose Aschenbecher aus Pappe
Kiel Kostenlose Aschenbecher aus Pappe
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09:00 21.06.2019
Von Steffen Müller
Dr. Nicolas Ory (Geomar), Annette Schneider von der Kanu-Vereinigung Kiel, die beiden ABK-Mitarbeiter Heiko Heltmann und Maik Olsson, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Thilo Weichert (Kieler Kanuclub), Dr. Catriona Clemmesen-Bockelmann (Geomar)und ABK-Werkleiter Christian Schmitt (von links) haben Zigarettenkippen den Kampf angesagt. Quelle: Frank Peter
Kiel

Gerade am achtlosen Umgang mit dem Abfall, der einfach in die Umwelt geschmissen wird, wollen die Kieler-Woche-Organisatoren etwas ändern. Rund 275 Tonnen Müll kamen auf der Kieler Woche im vergangenen Jahr zusammen, nicht alles davon landet in den etwas mehr als 1100 Kieler-Woche-Abfalltonnen. Besonders problematisch ist es bei Zigarettenresten. 

Kostenlose Aschenbecher aus Pappe

Für viele Raucher ist es normal, die Kippe wegzuschnipsen und auf dem Boden auszutreten. Deshalb werden zur diesjährigen Kieler Woche entlang der Wasserlinie 125 Standaschenbecher aufgestellt. Doch damit noch nicht genug. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) und das Kieler-Woche-Büro verteilen kostenlose Aschenbecher aus Pappe, die in Aufbau und Form an eine längliche Streichholzschachtel erinnern und in jede Zigarettenpackung passen. Zu erhalten sind die wiederverwertbaren Öko-Ascher an den vom ABK betriebenen Toiletten-Anlagen und bei den sogenannten Promotern des Kieler-Woche-Büros, die auf dem gesamten Festivalgelände unterwegs sind.

Warum achtlos weggeworfene Kippen verhindert werden müssen, zeigt eine Studie des Instituts für Toxikologie an der CAU. Demzufolge reicht schon ein Zigarettenstummel aus, um in einem Liter Wasser alle Wasserflöhe zu töten. Bereits nach vier Kippen in einem Liter Wasser ist dort das Leben für Fische nicht mehr möglich.

Unterstützung von Geomar und Kanuvereinen

Da aber trotz der Bemühungen nicht alle Kippen im Abfall landen werden, begibt sich der ABK täglich ab 5 Uhr morgens auf Reinigungstour. Zusätzlich befreit das ABK-Abfallsammelboot „Schiermoker“ die Förde mit engmaschigen Netzen vom Müll. Aktive Unterstützung gibt es dabei von den Kieler Kanuvereinen, die ebenfalls Flaschen, Becher oder Kippen aus dem Wasser holen werden.

Ein weiterer Kooperationspartner wurde mit Geomar gefunden, Wissenschaftler des Forschungszentrums werden den Müll analysieren, um an einem Stand an der Kiellinie aufzeigen, wie stark die Förde während der Kieler Woche belastet ist.

275 Tonnen Müll bei der Kieler Woche 2018

Von den 275 Tonnen Abfall, die bei der Kieler Woche 2018 angefallen sind, landeten 83,9 Tonnen nicht in den 1100 aufgestellten Mülltonnen, sondern wurden vom ABK vom Boden aufgesammelt. Zusätzlich fischte der „Schiermoker“ 1,6 Kubikmeter Abfall aus der Förde. Durch die Mülltrennung fielen in den Behältern 167,08 Tonnen gemischte Abfälle, 15,98 Tonnen Glas und 7,63 Tonnen Papier an.

Mehr Artikel zur Kieler Woche finden Sie auf unserer Themenseite.

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