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Kiel Wirtschaftsfahrt offenbarte große Pläne
Kiel Wirtschaftsfahrt offenbarte große Pläne
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11:07 29.06.2019
Von Jürgen Küppers
Daumen hoch für Veränderungen: Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger (2. v. re.) will sich vom Team „KiWo3“ mit Jan-Peter Firnges, Meike Christiansen, Michael Päpke und Lisa Buddemeier (von links) beraten lassen, um die Kieler Woche in den kommenden Jahren „enkeltauglich“ zu machen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

 Doch was nach entspanntem Luxus-Törn von lauter Wirtschaftskapitänen bei allerfeinstem Kaiserwetter klingen mag, entpuppte sich schnell als intensive Netzwerkarbeit und Austauschbörse neuer Infos. Eigentlich wären gern noch wesentlich mehr Gäste an Bord der „Princess“ gekommen. Doch dafür hätten die Platzkapazitäten des Schiffes dann doch nicht mehr gereicht.

Lisa Buddemeier hatte mit einigen ihrer Mitstreiter Einladungen ergattert. Und das, obwohl sie gar keine Unternehmerin ist, sondern Psychologin, Coach, Mediatorin und ganz nebenbei noch ehemalige Segelweltmeisterin (2011 im Laser II).

So soll die Kieler Woche besser werden

Doch weil Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger große Stücke auf die insgesamt neun Aktiven des neuen Netzwerkes „KiWo3“ hält, wollte er sie unbedingt mit an Bord haben, um Details ihre künftigen Zusammenarbeit zu verhandeln.

Denn das multiprofessionelle Team (Unternehmensberater, Betriebswirtschaftler, Designer, Psychologin, Filmemacher, Wirtschaftsjuristin) hat wahrhaft Großes vor: „Wir wollen durch unsere künftige Beratung dazu beitragen, die Kieler Woche enkeltauglich zu machen“, erklärte Lisa Buddemeier. Soll heißen: weniger Müll, weniger Kommerz, mehr Kultur und mehr Bürgerbeteiligung.

Hotel Conti Hansa wird totalsaniert

Gravierende Veränderungen prägen derzeit auch die Kieler Hotelszene. Die nicht abreißenden Eröffnungen immer neuer Häuser hat für die Hotel-Direktorin des Steigenberger Conti Hansa, Evelyn Wirth, trotz spürbar sinkender Gästezahlen („... in der Nebensaison bis zu 40 Prozent“) dennoch einen positiven Effekt: „Denn der steigende Konkurrenzdruck führt dazu, dass unser Hotel in absehbarer Zeit nun endlich von Grund auf saniert wird – von der Fassade bis zum Innenbereich.“ Die Ausschreibungen sollen noch in diesem Sommer erfolgen und die Arbeiten „wenn möglich“ noch in diesem Jahr starten.

Andreas Breitner sieht die Kiwog kritisch

Das Thema Bauen dominierte an diesem Vormittag auch in vielen anderen Gesprächsrunden zwischen Büfett-Snacks von Lachs-Wraps, gebackenen Seelachsmedaillons bis zum bunten Thai-Gemüse.

Andreas Breitner, Verbandschef norddeutscher Wohnungsunternehmen beäugte die Gründung der Kieler Wohngsgesellschaft (Kiwog) „mit höflicher Distanz“: „Denn es macht uns Sorgen, dass die bei uns organisierten 360 Unternehmen bei der künftigen Grundstücksbebauung möglicherweise nicht zum Zuge kommen. Aber wenn die Kiwog das alleine macht, geht es mit dem Wohnungsbau in Kiel mit Sicherheit auch nicht schneller.“

Holsten-Fleet soll 2019 fertig werden

Baudezernentin Doris Grondke gab sich derweil optimistisch, dass das Holstenfleet doch noch in diesem Jahr fertig wird. Zu einem klaren „Ja“ mochte sich die Dezernentin zwar nicht durchringen, aber auf die entsprechende Nachfrage folgte zumindest ein zustimmendes Nicken.

Einen Generalunternehmer für die Wasser- und Filterarbeiten am Fleet habe die Stadt in der Zwischenzeit zwar immer noch nicht finden können. Dafür seien die entsprechenden Arbeiten mittlerweile in Eigenregie einzeln vergeben worden.

Mehr Artikel zur Kieler Woche 2019 finden Sie auf unserer Themenseite.

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