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Kiel Neue Trends im Anflug
Kiel Neue Trends im Anflug
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16:42 22.06.2014
Von Niklas Wieczorek
Ultimative Herausforderung, Ultimate Frisbee: Die teKIELas trainieren momentan dreimal wöchentlich für die DM Anfang Juli in Jena. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Markus Hellauer ist hellauf begeistert: „Es werden keine krassen Erfolgserlebnisse benötigt“, beschreibt er den Reiz an Speedminton, „in zehn bis 20 Minuten kann man es erlernen.“ Ohne Netz und festes Feld ist Speedminton ortsungebunden. Der Spieler spielt mit einem „verkürzten Squashschläger“ und beschwertem Badmintonball auf ein mit Bändern gekennzeichnetes Feld. Aus Berlin trat die Sportart ihren Siegeszug an, dort fand 2013 bereits die zweite Weltmeisterschaft statt – auch eine Bundesliga gibt es. Doch Hellauer setzt vor allem auf die Freizeitschiene: „Es geht darum, das als Trend zu etablieren.“

 Darum ist er Gast auf der Kieler Woche. Am Camp 24/7 werden dort von Montag bis Freitag Trendsportarten zum Mitmachen angeboten. Vertreten sind dort auch die teKIELas. Seit 1992 spielen die Jungs und Mächen Ultimate Frisbee. „Ursprünglich wurde Frisbee von einem amerikanischen Kuchenbäcker erfunden“, weiß Stephan Vogt, der die Mannschaft dreimal wöchentlich an der Kieler Uni coacht. Die Scheibe kennt jeder, doch die ultimative Version bietet mehr.

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 Und zwar vor allem fair: „Alles wird hier ausdiskutiert“, beschreibt Vogt. Das Spielprinzip erinnert an American Football, die Scheibe muss in die gegnerische Endzone befördert werden. Doch Körperkontakt ist im Scheibenbesitz nicht erlaubt, ein Spieler kann entsprechendes reklamieren. „Auf Turnieren erarbeitet man sich durch faires Spiel ein Standing“, so Vogt. Die teKIELas haben ein Standing: Sie treten Anfang Juli bei den deutschen Mixed-Meisterschaften in Jena an.

 Auch Ringo Sobiella hat eine interessante Disziplin im Gepäck: Tamburello stammt aus Italien und entspricht am ehesten dem Tennis. „Man kann es hervorragend in den Rucksack packen“, beschreibt Sobiella: Die Spieler nehmen eine mit Netz bespannte Trommel in die Hand und schlagen sich eine Gummikugel zu. Die handlichen Schläger seien der ideale Strandsport, sagt Sobiella.

 Tamburello wird in Rostock bereits im Verein gespielt. Mit regem Zuspruch der Jugend. Diesen Erfolg wünscht sich auch Martin Hopert für Bassalo: „Hier in Deutschland ist es noch in den Kinderschühchen. In Österreich, wo es herkommt, ist es viel größer.“ Bei Bassalo halten die Spieler verlängerte Plastikbecher und „müssen einen Squashball mit einer gewissen Technik herauswerfen“. Ziel ist, den Ball so zu spielen, dass ihn der Gegenüber auffangen kann.

 Das Programm der Trendsporttage, auf denen außerdem Freerun, Slackline, Stand-Up-Paddling und BMX angeboten werden, finden Sie unter www.camp24-7.de