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Kiel Kiwo ohne Marine? Das sagen die Kieler!
Kiel Kiwo ohne Marine? Das sagen die Kieler!
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17:44 10.02.2020
Von Marc R. Hofmann
"Für mich darf die Marine präsent sein, sie wird schließlich auch sonst gebraucht", sagt Anni Heinrichsen (26) aus Kiel. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Für die einen gehören Marine und Kieler Woche untrennbar zusammen, für die anderen hat eine Militärparade auf einem großen Volksfest nichts zu suchen. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die Meinung der Passanten in der Kieler Holstenstraße.

Ins Rollen gebracht hat die Diskussion ein Vorstoß der Kieler Grünen, die sich jüngst dafür ausgesprochen haben, Manöver, Schiffsausstellung und Sicherheitskonferenz an der Kieler Universität zu verbieten. Beifall erhielten sie dafür von den Parteikollegen der Linken.

Zustimmung und Ablehnung bei den Passanten

Passant Rainer Wessel sieht das anders: Er sagt: „Der Ursprung der Kieler Woche geht auf die Marine zurück.“

Dieser Meinung ist auch Tamer Mohammed. Für ihn ist das Militär Garant für die Sicherheit. Außerdem begrüßt er den internationalen Austausch durch den Besuch der Schiffe anderer Nationen.

Für Anni Heinrichsen wird die Marine gebraucht, darf demnach auch auf dem Volksfest präsent sein. „Ein großes Thema ist das für mich aber nicht“, bekennt die Lehramts-Studentin.

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Meinung auf KN-online ist eindeutig

Dezidiert anders sieht das Michael Opitz. Der Dresdner, der regelmäßig zum Segeln nach Kiel kommt, findet, dass Volksfest und Militär nicht zusammenpassen. „Ich lehne es ab, dass die Bundeswehr hier die Gelegenheit hat, sich als cooler Arbeitgeber zu präsentieren.“ In Wahrheit sei der Soldatenberuf – diplomatisch gesprochen – sehr viel ernster.

Eindeutiger war hingegen die Haltung der Nutzer auf KN-online: Hier stimmten von knapp 18 000 Teilnehmern 97 Prozent der Leser dafür, dass Kieler Woche und Marine zusammengehören.

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