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Kiel Genossenschaft baut neue Wohnungen
Kiel Genossenschaft baut neue Wohnungen
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12:00 26.05.2019
Von Jennifer Ruske
Stellen das Neubauprojekt der Woge im Hasseer Uhlenkrog Ecke Neuenrade vor: Woge-Vorstandsvorsitzender Sven Auen (li.)und Jochen Dohrenbusch von den AX5 Architekten Kiel. Quelle: Jennifer Ruske
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Kiel

Die Fertigstellung ist im ersten Abschnitt für Herbst 2021, im zweiten Abschnitt bis zum Sommer 2022 geplant. Im Ortsbeirat Hassee/Vieburg stellten Sven Auen und Anja Wiese vom Woge-Vorstand sowie Architekt Jochen Dohrenbusch (AX5 Architekten Kiel) die Pläne vor. „Die Häuser Neuenrade 11 bis 19 und Uhlenkrog 22 bis 26 stammen von 1931 und sind unsere älteste Verwaltungseinheit“, erklärt Auen. Diese besteht aus 55 Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen „mit unzeitgemäßen Zuschnitten“. Weil die Sanierung der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Häuser zu teuer sei, wird für insgesamt 13,5 Millionen Euro Investitionsvolumen neu gebaut.

Die Wohnfläche beträgt 4400 Quadratmeter

62 moderne, barrierearme Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Balkon und Terrasse entstehen in zwei Bauabschnitten (Wohnfläche: 4400 Quadratmeter). 35 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert, davon 25 Prozent über den ersten Förderweg (Nettokaltmiete: 5,95 Euro/Quadratmeter) und zehn Prozent über den zweiten Förderweg (derzeit noch 7,30 Euro/Quadratmeter). Die frei finanzierten Wohnungen kommen auf 9,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Unter dem Grundstück entsteht eine Tiefgarage mit 28 Stellplätzen. Dazu richtet die Woge 125 Fahrradstellplätze ein. Der Platz über der Tiefgarage wird begrünt und kann von den Mietern genutzt werden. Die Mehrfamilienhäuser passen sich in Höhe und Breite den anderen Gebäuden in den Straßen an. 

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Umzugsmanager seit April 2018 im Einsatz

Seit April 2018 kümmert sich die Woge mit Hilfe eines Umzugsmanagers darum, dass die jetzigen Mieter eine Ersatzwohnung bekommen. Wer möchte, zieht nach Abschluss der Bauarbeiten wieder nach Hassee zurück. Über alle Fraktionen hinweg wurden die Neubau-Pläne sowie die bezahlbaren Mieten vom Ortsbeirat gelobt. Jürgen Meereis (Grüne) regte aus Klimaschutzgründen eine Fassadenbegrünung, das Aufstellen einer E-Ladesäule in der Tiefgarage sowie Solaranlagen auf dem Dach an. Kritik äußerte er an der geplanten Wärmedämmung, die laut Auen dem energetischen Standard Effizienzhaus SH-70 entspricht. Während Architekt Dohrenbusch über die Fassadenbegrünung „noch einmal nachdenken“ will, erteilte Auen der Solaranlage und der Ladesäule eine Absage. 

Ladesäulen rentieren sich nicht

„Eine Photovoltaikanlage sowie Ladesäulen können hier aus steuerlichen und auch betriebswirtschaftlichen Gründen nicht realisiert werden. Die Woge bietet den künftigen Bewohnern hier dennoch ein äußerst modernes Gesamtpaket an.“ Zudem stünden in kurzer Entfernung bei den Stadtwerken Ladesäulen für E-Autos zur Verfügung. In puncto Wärmedämmung sei für Auen „eine weitere Steigerung des Standards nicht angezeigt, da die Vorteile im hohen Missverhältnis zum Aufwand stehen. Diese Sichtweise wird von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen geteilt.“ Der Ortsbeirat in Kürze: Einstimmig verabschiedete der Ortsbeirat zwei Anträge zum Ausbau des alten und engen Radweges im Wulfsbrook – Teil der Veloroute 10 – sowie zum Aufbau von öffentlich zugänglichen Ladesäulen für E-Autos an verschiedenen Ecken im Stadtteil.

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