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Kiel Tod wird jetzt auch in Kiel bestätigt
Kiel Tod wird jetzt auch in Kiel bestätigt
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19:07 31.10.2019
Von Jürgen Küppers
Nach Bombardierungen türkischer Streitkräfte steigt im syrischen Rojava eine Rauchsäule über der Stadt auf. Bei einem Luftangriff am 16. Oktober kam auch ein junger Kieler ums Leben. Quelle: -/Rojava Media Center/dpa
Kiel

In einer entsprechenden Mitteilung des Kieler Kurdistan Solidaritätskomitees, die den KN vorliegt, bezog sich das Komitee auf eine Erklärung der Internationalistischen Commune im nordsyrischen Rojava.

Danach machte sich der gelernte Landwirt bereits am 1. September 2016 auf den Weg von Kiel nach Kurdistan, um sich in Rojava als freiwilliger Kämpfer auf Seiten der kurdischen Miliz zu melden.

Der Aufbruch des Kielers nach Syrien blieb bis zuletzt geheim

Konstantin G. habe erst auf dem Weg nach Syrien seine Familie über diesen Schritt informiert, ansonsten aber mit niemandem über seinen Entschluss gesprochen. Der junge Kieler sei jedoch weder ein ehemaliger Soldat noch ein linker Aktivist gewesen wie viele andere, die sich der YPG angeschlossen hätten.

Die Commune in Rajava beschrieb den jungen Mann als "Mensch, dessen Gewissen nicht länger die Gräueltaten des IS und seiner Verbündeten hinnehmen konnte und seinem Herzen folgte". Als er das erste Mal in Rojava ankam, habe er auf die Frage nach seinem Herkunftsort geantwortet: "Aus Kiel, Spießersiedlung."

Konstantin G. aus Kiel sprach eher Platt- als Hochdeutsch

Ansonsten hätten die Kameraden den Kieler als "sehr bescheidenen, natürlichen, hilfsbereiten und bodenständigen" Menschen kennengelernt, der eher Platt- als Hochdeutsch sprach. Von akademischen Diskussionen über politische Theorien habe er nicht viel gehalten: "Er wollte eher praktisch lernen, wie er im Kampf mit der YPG seine Pflicht erfüllen, seine Freunde und die Bevölkerung beschützen kann."

Dass er vor allem ein Mensch der Tat gewesen sei, habe sich auch daran gezeigt, dass er als Frontsanitäter vielen Menschen das Leben gerettet habe: "Für ihn war Rojava der Ort, wo er wirklich seine Persönlichkeit und Fähigkeiten zum Ausdruck bringen konnte und immerzu glücklich und lebensfroh in der Gemeinschaft aufging."

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