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Kiel Stadt sieht Licht am Ende des Tunnels
Kiel Stadt sieht Licht am Ende des Tunnels
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09:01 04.05.2018
Von Jürgen Küppers
So harmonisch wünschen sich die meisten Eltern die Betreuung ihrer Kinder. Doch einen Kita-Platz in Kiel zu finden, ist häufig alles andere als ein Kinderspiel. Jetzt will die Stadt auch mit Hilfe von Investoren deutlich mehr Plätze schaffen. Quelle: Monika Skolimowska
Kiel

Trotz derzeit angespannter Lage mit rund 800 Kindern ohne Betreuungsplatz sieht Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel zumindest in einigen Jahren Licht am Ende des Tunnels. „Bis voraussichtlich 2021 könnten wir die Wartelisten abgebaut haben“, erklärte sie im Schulausschuss bei der Vorstellung der Bedarfsplanung.

Grund für ihren Optimismus: Die Suche nach geeigneten Arealen für Kita-Neu- oder Ausbauten sowie Investoren dafür war offenbar erfolgreich.

Noch in diesem Jahr könnten erste neue Kitas entstehen

Nach aktuellem Stand schätzt die Stadt das Realisierungspotenzial neuer oder erweiterter Einrichtungen an 17 Standorten in 13 Kieler Stadtteilen als „sehr hoch“ oder „hoch“ ein.

Sollten die Bautrupps zügig anrücken, hätte das unmittelbar positive Auswirkungen: Dann könnten schon in Laufe dieses Jahres sechs neue oder ausgebaute Einrichtungen mit insgesamt weiteren 234 Plätzen an den Start gehen, 2019 kämen nach Berechnungen der Stadt sogar noch einmal zehn Kitas mit 630 Plätzen hinzu.

Trotzdem könnte es immer noch nicht reichen

Die Dezernentin freute sich zwar sehr über die „nicht erwartete“ Aussicht auf eine so starke Kita-Expansion, gab aber auch zu bedenken: Selbst solche Kraftakte könnten angesichts der statistischen Wachstumsprognosen mit weiteren 1000 zusätzlichen Kieler Kindern unter sechs Jahren bis 2030 möglicherweise immer noch nicht reichen.

Für die Stadt wird es teuer

Die Expansion hat allerdings ihren Preis. Rechnet man Einnahmen durch Kita-Gebühren sowie den um 25 Prozent gestiegenen Landeszuschuss heraus, stieg der städtische Eigenanteil für Kita-Betreuung seit 2016 von 70 auf aktuell mehr als 88 Millionen Euro.

Ob und wie Eltern künftig an den seit Jahren immer stärker steigenden Kosten durch höhere Kita-Beiträge beteiligt werden, ist ungewiss. Mit diesem (Reiz-)Thema wollen sich die zuständigen Ausschüsse sowie die Ratsversammlung erst nach der Sommerpause beschäftigen – und damit auch nach der Kommunalwahl.

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