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Kiel Mit einem Klick alles im Blick
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20:11 08.12.2016
Von Heike Stüben
Die Mütter des Portals (von links): Dezernentin Renate Treutel, Sozialministerin Kristin Alheit und Marion Marx vom Städtetag. Quelle: Sven Janssen
Kiel

Allerdings gibt es noch viele weiße Flecken auf der Landkarte, weil bisher nur ein Teil der Gemeinden mitmacht beim Kita-Portal – zu Lasten der Eltern.

 Mit dabei ist seit dieser Woche auch die Stadt Kiel. Die Landeshauptstadt hatte als erste Kommune im Land ein eigenes Portal entwickelt. „Das hat sich auch bewährt. Doch weil es Sinn macht, dass es ein einheitliches Portal für ganz Schleswig-Holstein gibt, integrieren wir jetzt unsere Datenbank in das Kita-Portal des Landes. Wenn die Tagespflege eingepflegt ist, sind 10500 Betreuungsplätze in Kiel abrufbar “, erklärt die Kieler Stadträtin Renate Treutel. So könne man den Bedürfnissen der Eltern noch besser gerecht werden – zum Beispiel, wenn Eltern aus Kiel fort- oder zurück nach Kiel ziehen möchten. Sie können sich jetzt entspannt im Vorweg mit ein paar Klicks darüber informieren, wo es ein passendes Angebot und auch freie Plätze für ihre Kinder gibt. Aber auch die anderen Beteiligten gewinnen, ist Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) überzeugt: So erkennt das System, wenn sich Eltern parallel bei mehreren Einrichtungen anmelden. Das macht es den Gemeinden viel einfacher, den Ist-Stand zu erkennen und bedarfsgerecht zu planen. „Den Kitas und den Tagespflegepersonen bietet das Portal zudem eine gute Plattform, sich zu präsentieren“, sagt Alheit.

 Trotzdem läuft es in vielen Gemeinden noch anders: Dort planen Gemeinden das nächste Kita-Jahr oft noch anhand von unübersichtlichen Excel-Tabellen. Und die Eltern müssen die Betreuungseinrichtungen noch telefonisch oder persönlich abklappern. „Durch das Portal wird das viel leichter, bestätigen uns Eltern. Die Vorauswahl kann rund um die Uhr zu Hause stattfinden. Das erspart den Eltern Zeit, aber auch dem Kitapersonal, das nicht immer wieder die Fragen nach Öffnungszeiten, freien Plätzen und besonderen Angeboten beantworten muss“, sagt Soudakone Rattanavong vom Leitungsteam im Kinderhaus am Wasserturm in Kiel.

 Warum aber scheuen dann so viele Gemeinden und Einrichtungen den Schritt ins Kita-Portal? Es gibt vor allem drei Vorbehalte, berichten Jorge Herdt von Dataport und Torsten Hansen vom Kommunalen Forum für Informationstechnik: Zweifel an der Datensicherheit, Angst vor dem Umstellungsaufwand und vor Folgekosten. „Doch unser System ist sicher und auch vom Unabhängigen Datenschutzzentrum abgesegnet. Wird ein PC in der Kita gestohlen, sind die Daten meist weg. Beim Kita-Portal sind sie gesichert“, sagt Herdt. Natürlich sei es aufwändig, alle Daten in das Portal einzupflegen und dann auf dem aktuellen Stand zu halten. „Doch dieser Aufwand zahlt sich schnell aus. Außerdem erhalten die Kita- und Verwaltungsmitarbeiter kostenlose Schulungen. Zudem ist Dataport täglich für Fragen erreichbar“, betont Hansen. Und: Kosten für die Nutzung des Portals entstehen nicht. Das Land finanziert den Betrieb der Datenbank mit 300000 Euro im Jahr. Marion Marx von den Kommunalen Landesverbänden ist deshalb optimistisch: „Das Angebot bringt Vorteile für alle Beteiligten, deshalb werden sich Schritt für Schritt immer mehr Kommunen und Träger anschließen.“

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