Kita in der Halle 400: Kinderlachen statt Konzertlärm
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Kita in der Halle 400: Kinderlachen statt Konzertlärm

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11:47 20.08.2021
Von Steffen Müller
In das ehemalige Veranstaltungszentrum Halle 400 ist eine Kita eingezogen. Bildungsdezernentin Renate Treutel (rechts) informierte sich über das Konzept und die Räumlichkeiten bei der Regionalleiterin des Trägers KJSH, Janka Krauß (Mitte), und der Kita-Leiterin Melanie Mendrys.
In das ehemalige Veranstaltungszentrum Halle 400 ist eine Kita eingezogen. Bildungsdezernentin Renate Treutel (rechts) informierte sich über das Konzept und die Räumlichkeiten bei der Regionalleiterin des Trägers KJSH, Janka Krauß (Mitte), und der Kita-Leiterin Melanie Mendrys. Quelle: Steffen Müller
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Wo einst laute Bässe und Tanzmusik zu hören waren, ist nun das Lachen von Kindern zu hören, ab und an ist auch mal ein Weinen zu vernehmen: Seit April ist in die Halle 400 eine Kita eingezogen. An die ehemalige Veranstaltungsstätte erinnert nur noch der Name der neuen Einrichtung: „Kita Halle 400“.

Da eine offizielle Eröffnung zum Betriebsstart im April nicht möglich war, wurde die Kita nun eingeweiht. Über das Konzept und die neuen Räumlichkeiten informierte sich auch Bildungsdezernentin Renate Treutel. „Eigentlich müsste ich zwiegespalten sein“, sagte Treutel. Dabei spielte die Stadträtin auf ihre Funktion als Bildungs- und Kulturdezernentin an. Dass die Halle 400 als Veranstaltungsfläche nicht mehr zur Verfügung stehe, sei einerseits schade.

Auf der andere Seite wäre es ohnehin nicht mehr möglich gewesen, aus Lärmschutzgründen das bisherige Programm in der Halle 400 fortzusetzen. Hintergrund ist die Hörnbebauung: Bei der Umgestaltung der Areals rund um den Germaniahafen entstehen auch zahlreiche Wohnungen. „Insofern bin ich froh, dass es jetzt hier eine Kita einziehen konnte“, so Treutel.

Umbau für knapp 1,7 Millionen Euro

Bis die altbekannte Halle 400 in eine 835 Quadratmeter große Spiel-, Lern-, Tobe- und Schlafstätte umgewandelt war, verstrich einige Zeit. Knapp 1,7 Millionen Euro nahmen Land, Stadt und Investor Ahmad Reza Zirakbash für den Umbau in die Hand. Dabei wurde an die Historie des 1939 erinnert.

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Zwar wurde die Halle 400 komplett entkernt. Doch an die Anfänge als Kupferschmiede, Zinnerei, Werkstätte für Kompressoren sowie Motoren für den Schiffsbedarf und Werft für den U-Boot-Bau erinnert heute das Motto der Kita. „Wir haben uns für „nautisch“ entschieden“, sagt Janka Krauß, Regionalleiterin des Kita-Trägers, die Stiftung für Kinder-, Jugend und Soziale Hilfen (KJSH). So ist in einem der Aufenthaltsräume ein großes Holz-U-Boot eingebaut, auf dem die Kinder spielen oder sich auf Sitzkissen gemütlich ein Buch angucken können.

Im Rahmen des offenen Konzeptes mit Stammgruppen können zukünftig 79 Kinder ab dem Krippenalter im Tagesverlauf alle Schwerpunkträume der Kita je nach ihren individuellen Interessen und Bedürfnissen nutzen. Hierzu zählen unter anderem der Bewegungsraum, der Forscherraum, der Rollenspielraum, das Atelier und der Bauraum.

Im Kindercafé haben die Kinder nicht nur die Möglichkeit, in gemeinsamer Runde zu essen, sondern sich auch an der Zubereitung der Mahlzeiten zu beteiligen. Ein weiterer Spielbereich ist die angrenzende Außenfläche, die einer riesigen Sandkiste gleicht.

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