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Kiel Klagen über üble Düfte
Kiel Klagen über üble Düfte
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17:44 15.12.2009
Kronsburg

Eine dieser Problemzonen befindet sich in der Straße Kieler Kamp in Kronsburg. Dort verläuft der sogenannte Hauptsammler Süd, an den bis hinüber nach Raisdorf und Moorsee 30000 bis 40000 Haushalte angeschlossen sind. Das Tückische dabei: Jeder Einleiter für sich tut absolut nichts Unerlaubtes und hält alle Grenzwerte ein. Im Gemisch ergeben die zahllosen individuellen Zuführungen aber eine Geruchsnote, die in Teilen des Kieler Kamp immer wieder allgemeines Naserümpfen auslöst.

Besonders während längerer Trockenperioden stinkt es bisweilen so gewaltig, dass so mancher Betroffene sein Riechorgan am liebsten mit einer Wäscheklammer verschließen möchte. Weil das aber keine Lösung sein kann, arbeitet die Stadtentwässerung nach Auskunft ihres Technischen Leiters Gerhard Bebendorf mit Hochdruck daran, dem Malheur auf andere Weise beizukommen.

Die verantwortlichen Geruchs- oder besser gesagt Gestanksquellen auszumachen, ist laut Bebendorf aus den genannten Gründen fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wohl aber bietet die moderne Technik Möglichkeiten, um die übelriechenden Absonderungen aus den Kanälen wenigstens vor ihrem Ausströmen aus den Gullideckeln so zu behandeln, dass die Anwohner wieder einigermaßen frei durchatmen können.

Aktivkohlefilter sollen es im speziellen Fall richten. Seit mehreren Wochen experimentieren die Stadtentwässerer schon damit herum, durchschlagende Wirkung haben sie nach dem Eingeständnis ihres Chefs aber noch nicht erzielt. Einige Hausbesitzer vom Kieler Kamp behaupten, dass sich die Lage gebessert habe, andere wiederum klagen über unangenehmen Kohl-Geruch.

Aus Sicht von Bebendorf sind diese Rückmeldungen weder verwunderlich noch erstaunlich. Die Praxis zeige immer wieder, dass aus der Vielzahl von zur Verfügung stehenden Filtertypen nach der guten alten Methode von Versuch und Irrtum derjenige herausgefunden werden muss, der die gewünschte Wirkung erzielt. Manchmal klappe das auf Anhieb, manchmal eben auch nicht.

In Kronsburg ist offenbar Letzteres der Fall, doch das soll den Kampf gegen den Gestank nicht bremsen. Es wird weiter experimentiert, bis sich Besserung einstellt, verspricht Bebendorf, nach dessen Angaben Anfang 2010 auch die Betroffenen auf Fragebögen ihre Erfahrungen mitteilen können.

Die an sich wenig tröstliche Gewissheit, dass zahlreiche weitere Kommunen in Deutschland genau unter demselben Problem leiden, hat zudem für die Kronsburger zumindest einen Vorteil: Die Kieler Stadtentwässerung pflegt einen ausgiebigen Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus anderen Städten und hofft, vielleicht auf diese Weise den entscheidenden Tipp zu bekommen, wie den allzu speziellen Düften im Kieler Kamp am besten beizukommen ist.

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