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Kiel Kleine und große Forscher im Unizelt
Kiel Kleine und große Forscher im Unizelt
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18:00 28.06.2014
Von Jana Ohlhoff
3 Minuten und 46 Sekunden braucht der Seestern bis er sich für den Becher mit Ostseewasser entscheidet: Mit dem iPad messen Emma (v.li.) und Luise Wieczorek die Zeit. Quelle: Frank Peter
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Kiel

„Bei uns können kleine Forscher unter Anleitung experimentieren und mehr über das Leben in der Ostsee erfahren“, erzählt Katrin Knickmeier, Meeresbiologin und Leiterin der Forschungswerkstatt, ein Schülerlabor an der Christian-Albrechts-Universität (CAU). „Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche Themen für Kinder verständlich darzustellen.“

 Fasziniert beobachten Emma Wieczorek und ihre Schwester Luisa einen Seestern, der in der Mitte von vier mit Wasser gefüllten Behältern ausgesetzt worden ist. Während der Meeresbewohner vorsichtig seine Arme in Richtung Flüssigkeit ausstreckt, erklärt Knickmeier den beiden Schülerinnen: „Mit seinen Tastfühlern bestimmt er den jeweiligen Salzgehalt und entscheidet sich so für einen geeigneten Lebensraum – den Becher mit Ostseewasser. Nordseewasser ist ihm viel zu salzig.“ Tatsächlich lässt sich das Unterwassertier nach wenigen Minuten in das entsprechende Wasserbecken sinken. Nach getaner Arbeit kommen die Seesterne wieder zurück in die Förde: „Wir lassen die Tiere am Ende wieder frei“, sagt Knickmeier.

 Auch bei den weiteren Experimenten gibt es für die beiden Mädchen Neues zu entdecken: „Wir zeigen jungen und auch älteren Besuchern unter anderem, wie man mit einer einfachen Coladose Strom erzeugen kann, welche Auswirkungen die Plastikteile in Kosmetika auf unser Ökosystem haben und wie lange es dauert, bis eine Angelschnur verrottet ist“, erklärt Knickmeier.

 Neben den Experimenten der Forschungswerkstatt gibt es noch mehr im Unizelt zu entdecken: „Archäologie-Interessierte können am Stand des Zoologischen Museums bisher unveröffentlichte Exponate entdecken – von einem riesigen Mammutzahn bis hin zu den 40000 Zähnen einer Schnecke ist alles mit dabei“, so CAU-Pressereferentin Maike Schüßler. Am Sonntag beginnt um 12 Uhr erstmals ein interaktiver Gottesdienst mit Bibliolog. johl