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Kiel Kleingarten weicht einem Sportpark
Kiel Kleingarten weicht einem Sportpark
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18:11 14.10.2012
Von Karin Jordt
Geerntet wird in den ehemaligen Kleingärten an der Dockshöhe in Kiel nichts mehr. Das Gartenhäuschen ist demoliert. Im Hintergrund sieht man die Gerhart-Hauptmann-Schule. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Zwischen dem Umspannwerk, dem Vereinsheim der ETV (Ellerbeker Turnvereinigung) und der Gerhart-Hauptmann-Schule soll schon bald ein Erholungswald mit barrierefreien Wegen und mehreren Aktionspunkten zu noch mehr Bewegung einladen. 43 Kleingartenparzellen der ehemaligen Anlagen „An der Gasanstalt“ und „Dockshöhe“ wurden dafür bereits vor einiger Zeit aufgegeben.

 Akkurat geschnittene Hecken, gepflegte Gemüsebeete und Obstbäume mit Fassonschnitt – das war einmal. Heute türmen sich Müllberge hinter den Büschen, Gartenbuden liegen in Trümmern und der traurige Rest an Gerätschaften rostet leise vor sich hin. Was die Laubenpieper zurückließen, wird gnädig von Brombeeren, Weinranken und Büschen aller Art überwuchert.

 „Villa Kunterbunt“ steht an einem Gartenhäuschen, das schon bessere Tage erlebt hat. Nun ist das Dach kaputt, die Stühle auf der Terrasse haben Moos angesetzt und Schrott liegt vor der Tür. Jammerschade nur, dass niemand mehr die Äpfel erntet. In Nachbargärten stapeln sich kaputte Möbel, verbeulte Regentonnen und Scherben, die früher einmal ein Gewächshaus waren. „Mit den Räumungsarbeiten hat das Grünflächenamt eine Firma beauftragt, die sich auch auf die Weiterverwertung von biologischen Rohstoffen spezialisiert hat“, berichtet Arne Gloy vom Presseamt der Stadt. Der Baumbestand des sogenannten „Schulwaldes“ bleibe so weit wie möglich erhalten.

 Der 2010 eingeweihte Sport- und Begegnungspark auf dem Kieler Ostufer – kurz Sportpark Gaarden genannt – wurde als ein Ort geschaffen, an dem die Menschen miteinander in Kontakt und in Bewegung kommen: Jung und Alt, Einzelne, Gruppen oder Familien finden im Dreieck zwischen Preetzer Straße, Ostring und Poppenrade auf dem 37 Hektar großen Gelände viele Spiel- und Sportmöglichkeiten, die durch Veranstaltungen und Aktionsangebote ergänzt werden (wir berichteten). Mit dem nächsten Bauabschnitt wird der öffentliche Grüngürtel bis zum Volkspark erweitert.

 So dient der Erholungswald auch als verbindendes Element zwischen den Stadtteilen Gaarden und Ellerbek. Der Sportpark kann damit die angrenzenden Stadtquartiere weiter aufwerten.