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Kiel Verein „Kits“ unterstützt Frühgeborene
Kiel Verein „Kits“ unterstützt Frühgeborene
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15:58 25.12.2017
Von Anne Steinmetz
Ein Frühchen in einem Inkubator wird von Niklas Zabel, Kinderkrankenpfleger in Ausbildung, betreut. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Viele fühlten sich überfordert, wüssten nicht, wie es weitergeht und machten sich große Sorgen um ihr Kind. In so einer Situation könnten schon Kleinigkeiten helfen, um für ein wenig Entspannung zu sorgen. Deshalb wurde vor 23 Jahren der Verein „Kits“ (abgeleitet von Kinder-Intensivstation) am UKSH gegründet. „Wir wollten den Eltern ein bisschen mehr das Gefühl von zu Hause geben“, erinnert sich Astrid Jensen, stellvertretende Vorsitzende und Gründungsmitglied von „Kits“. Schließlich kämen viel Eltern viele Wochen oder sogar Monate auf die Station.

Sie und ihre Mitstreiter wollten etwas tun, was das UKSH nicht leisten konnte, erinnert sich Jensen. „Es gab damals nur weiße Wäsche auf der Station.“ Bodys, Bettbezüge, Mützchen – alles war aus weißer Baumwolle. Die erste Aktion des Vereins sei es gewesen, bunte Bodys und Bettwäsche zu kaufen. „Es macht etwas mit den Eltern, wenn ihre Kinder bunte Sachen anhaben. Das wirkt nicht so steril“, sagt Jensen. Doch eigene Wäsche dürfen die Eltern aus hygienischen Gründen nicht mit ins Krankenhaus nehmen.

Eine Frühgeburt betrifft die ganze Familie

Im Laufe der Jahre hat der Verein seine Aktivitäten erweitert. Er kauft auch technische Geräte. Einen Inkubator, den man transportieren kann zum Beispiel. Auch ein Eltern-Zimmer hat der Förderverein auf der Station im UKSH eingerichtet. Hier gibt es eine Couch, auf der Eltern in Notfällen übernachten können, einen Kühlschrank und ganz viel Spielzeug für Geschwisterkinder. „Der Patient ist ja nicht nur das Frühgeborene. Eine Frühgeburt betrifft die ganze Familie“, erläutert Bünte.

Bei allen Aktionen und Anschaffungen arbeitet der Förderverein eng mit dem UKSH zusammen. Bevor sie medizinische Geräte kaufen, sprechen die Vorstandsmitglieder mit den Ärzten, wie wichtig sie die Anschaffung finden. „Es macht ja keinen Sinn, etwas zu kaufen, das dann keiner benutzt“, sagt Bünte. Sie ist sich sicher, dass das UKSH froh ist, dass es den Verein für Sonderanschaffungen gibt. „Kits“ schaffe auch Dinge an, die medizinisch vielleicht nicht zwingend notwendig seien, aber den Patienten trotzdem helfen – wie etwa die bunte Wäsche.

Auch über ihr neuestes Projekt haben sie schon mit den Ärzten auf der Frühgeborenen Station gesprochen. Der Verein plant ein „Babybe“ zu kaufen. Das ist ein System, mit dem dem Frühchen das Gefühl vermittelt wird, auf dem Bauch der Mutter oder des Vaters zu liegen, ohne dass sie aus dem Inkubator genommen werden. Dieses sogenannte „Känguruhen“ ist aber für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung, das haben wissenschaftliche Studien mehrfach nachgewiesen. „Wir wollen zwei Babybes anschaffen“, erläutert Bünte. Das sei mit der Leitung der Station abgesprochen. Allerdings werde das noch ein bisschen dauern, weil ein Gerät 15000 Euro kostet.

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