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Kiel Abschlussfeuerwerk zur Kieler Woche steht auf der Kippe
Kiel Abschlussfeuerwerk zur Kieler Woche steht auf der Kippe
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07:56 09.09.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Kieler Woche bald ohne Abschlussfeuerwerk? Der Umweltausschuss im Rathaus soll Alternativen erarbeiten. Quelle: Frank Behling (Archiv)
Kiel/Bad Segeberg

Noch vor der Kieler Woche 2020 soll das Konzept für einen Abschluss ohne Feuerwerk stehen. Hintergrund des Auftrags ist der „Klimanotstand“, den Kiel und andere Städte ausgerufen haben. In Konstanz, der ersten deutschen Stadt, die den „Klimanotstand“ erklärt hatte, wird beispielsweise die Abschaffung des Feuerwerks zum „Seenachtsfest“ geplant. Im Umweltausschusses des Rats in Kiel heißt es, der Feinstaub und andere Belastungen durch Feuerwerke seien nicht mit dem „Klimanotstand“ vereinbar.

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Mit der Mehrheit von SPD, Grünen und FDP hat der Ausschuss einen dreiteiligen Konzeptauftrag an die Stadt Kiel beschlossen. Darin enthalten: ein pyrofreier Ersatz für das Kieler-Woche-Feuerwerk, eine Aufklärungskampagne über die Gefahren von Böllern und Raketen sowie ein zentrales städtisches Silvesterfeuerwerk ab 2020/21, um private Knallerei verzichtbar zu machen.

Stadt Kiel kann generelles Feuerwerksverbot nicht erlassen

Ein generelles Verbot von Feuerwerken soll auf diesem Wege vermieden werden. Anreize zum freiwilligen Verzicht seien der bessere Weg, argumentiert die Mehrheit der Politiker im Ausschuss.

Wir zeigen Ihnen in der Fotostrecke Bilder vom Abschlussfeuerwerk zur Kieler Woche 2019.

Ein Verbot könnte von der Stadt Kiel allein auch gar nicht erlassen werden. Das Sprengstoffgesetz, das allen Bürgern private Feuerwerke zum Jahreswechsel erlaubt, ist ein Bundesgesetz. Ausnahmen sind nur aus wichtigem Grund möglich, etwa in Reetdachsiedlungen und auf Klinikgelände. Zudem sei ein Verbot in der Silvesternacht kaum zu kontrollieren und zu ahnden, hieß es.

Stadt Kiel will mit gutem Beispiel vorangehen

Mit einem demonstrativen Verzicht auf das prominente Kieler-Woche-Feuerwerk könne die Stadt Kiel indes mit gutem Beispiel vorangehen. Klar ist bereits, dass Kiel die Zahl der Feuerwerke auf der Kieler Woche insgesamt verringern wird. Zuletzt hatte es neun davon an zehn Tagen gegeben.

Der Vorstoß könnte auch andere Veranstaltungen betreffen. So stand jüngst schon das Feuerwerk nach der Premiere der Sommeroper „Aida“ auf dem Kieler Rathausplatz in der Kritik.

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Bad Segeberg: Abschaffung des Feuerwerks ist kein Thema

In Bad Segeberg, wo ebenfalls der „Klimanotstand“ erklärt wurde, ist die Abschaffung des Feuerwerks dagegen kein Thema. Man berücksichtige seit Jahren den Umwelt- und Naturschutz, sagt Ute Thienel, Geschäftsführerin der Kalkberg GmbH.

Deshalb gebe es bei den Karl-May-Spielen kein Höhenfeuerwerk, sondern ein „Barockfeuerwerk“. Eine solche „deutlich zurückgenommene Variante“ komme mit einem Bruchteil der pyrotechnischen Ladung aus.

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