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Kiel Kämpfer-Plakat sorgt in Kiel für Ärger
Kiel Kämpfer-Plakat sorgt in Kiel für Ärger
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07:01 27.04.2018
Von Kristian Blasel
In bester Stimmung montierten Kieler Genossen die neuen Plakate mit dem Gesicht von Ulf Kämpfer vor ihrer Zentrale in der Kieler Innenstadt. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

 „Wir haben extra die Kommunalaufsicht prüfen lassen, ob das mit seinen Pflichten als Oberbürgermeister vereinbar ist“, sagt Veronika Dicke, die für das Kampagnenkonzept der Kieler Genossen mitverantwortlich ist. In anderen Städten wie Braunschweig und Karlsruhe habe die SPD schon gute Erfahrungen damit gemacht, ihren OB als Zugpferd zu nutzen.

FDP in Kiel spricht von "Absurdität"

Was die Sozialdemokraten in ihrer Einladung zur Präsentation das „ultimative Kommunalwahlmotivationsplakat“ nennen, löst bei der Konkurrenz jedoch nur Kopfschütteln aus. Ingmar Soll, Kreisvorsitzender der Kieler FDP, zeigte sich in einer Stellungnahme „irritiert“ über den Zustand der Kieler SPD.

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„Wenn eine Partei im Kommunalwahlkampf den Wahltermin verwechselt beziehungsweise Personen plakatiert, die nicht zur Wahl stehen, dann zeigt sie eklatante Schwächen.“ Der OB könne nicht mit einer Wahl gestärkt werden, sagt Soll. „Er hat als Verwaltungschef die Beschlüsse der Ratsversammlung umzusetzen.“ Um die „Absurdität“ dieser Kampagne deutlich zu machen, hat sich die FDP entschieden, im Online-Wahlkampf auf Wolfgang Kubicki zu setzen. Der Slogan: „Den Nachbarn Wolfgang Kubicki stärken – FDP wählen.“

Foto: FDP

Auch die Grünen in Kiel spotten über die Kampagne

Spöttisch reagierten auch die Grünen: „Ja, is’ denn heut’ scho’ OB-Wahl?“, kommentiert der grüne Kreischef Johannes Albig auf der Facebook-Seite der Genossen. Seine Partei wolle lieber auf Inhalte setzen, sagt Albig und verweist auf die Kampagne für eine „echte Meeresstadt“.

CDU in Kiel erinnert an "besondere Neutralität im Amt"

Wesentlich deutlicher äußerte die CDU ihre „Verwunderung“, dass die Genossen „sich hinter dem Rücken des Bürgermeisters verstecken“. Vom Oberbürgermeister als Chef der Verwaltung sei „gerade in Zeiten der Kommunalwahl eine besondere Neutralität im Amt gefordert“.

Die Union selbst wolle lieber auf die „Zukunftsthemen“ für die Stadt setzen, heißt es in einer Stellungnahme von CDU-Kreischef Thomas Stritzl und Fraktionschef Stefan Kruber.

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