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Kiel Viel Geld für den grünen Hafen
Kiel Viel Geld für den grünen Hafen
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07:02 15.05.2018
Von Martina Drexler
Foto: Für den Bau eines dritten Gleises am Bahnhofskai müssen beide Baumreihen weichen. Der Seehafen verspricht Ersatz und Neuanpflanzungen.
Für den Bau eines dritten Gleises am Bahnhofskai müssen beide Baumreihen weichen. Der Seehafen verspricht Ersatz und Neuanpflanzungen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Bekanntlich droht Kiel ein Diesel-Fahrverbot, weil vor allem die Stickoxid-Belastung am Theodor-Heuss-Ring die Grenzwerte überschreitet. Als Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zusammen mit Seehafen-Chef Dirk Claus die „Blue Port“-Pläne im März erstmals öffentlich vorstellte, betonte er jedoch, dass die Schiffs-Emissionen keinen Einfluss auf die Belastung des Theodor-Heuss-Rings hätten. Mit der Umsetzung des Konzeptes leiste der Hafen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz der Stadt, so Kämpfer.

Im Hauptausschuss versicherte Claus, dass er Kiel bei der Offensive gegen Schiffssmog als einen der „bestaufgestellen Häfen“ bewertet: „Wir haben mit 0,1 Prozent in der Ostsee die strengsten Auflagen beim Schwefelanteil von Treibstoffen“. Trotzdem wollen die Hafenbetreiber, wie berichtet, drei kostenintensive Maßnahmen mit Blick auf noch mehr Klimaschutz und weniger Abgase anschieben. Die Landstrom-Pilotanlage am Norwegenkai soll in diesem Jahr für rund 1,4 Millionen Euro entstehen, 2019 ist eine Anlage am Schwedenkai für 2,5 Millionen Euro geplant.

Um mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, ist der 1,35 Millionen Euro teure Bau eines dritten Rangiergleises am Bahnhofskai und die Verlängerung des Einfahrtgleises am hafeneigenen Bahnhof in Meimersdorf geplant. Beides soll 2019 fertig sein. Die Arbeiten sollen im Sommer beginnen, wenn alle Beschlüsse und Genehmigungen vorliegen. Für das dritte Gleis müssen allerdings beide Baumreihen weichen. An der Wasserseite werden 49 neue Bäume wieder gepflanzt. Für die anderen 40 Bäume verspricht der Hafen eine Ausgleichszahlung für neue Bäume wahrscheinlich im Sanierungsgebiet an der Hörn.

Die vom Hafen ausgehende Belastung mit Stickoxiden und Feinstaub dokumentiert der Seehafen künftig mit fünf Messstationen – am Ostseekai, Schifffahrtsmuseum, Fachhochschule am Ostufer und zwei in der Hegewischstraße. Weniger Schadstoff-Ausstoß erhofft sich der Hafen während der Liegezeiten durch Landstrom, aber auch durch die Versorgung mit Flüssigerdgas (LNG), das weniger Emissionen verursacht. Die Reederei Aida hat bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet, ab 2019 mit den Kreuzfahrtschiffen „Luna“ und Bella“ im Kieler Hafen an die Steckdose zu gehen.

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