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Kiel Karriere begann in Kieler Reisebüro
Kiel Karriere begann in Kieler Reisebüro
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17:17 05.11.2019
Von Frank Behling
Kevin Bubolz aus Kiel lenkt als Europa-Chef die Geschicke der US-Reederei NCL auf dem Kontinent. Quelle: Frank Behling
Kiel

Als Geschäftsführer der Europa-Zentrale von Norwegian Cruise Line (NCL) in Wiesbaden ist Kevin Bubolz für einen der großen Wachstumsbereiche in der Kreuzfahrt zuständig. Nur in China und Australien wachsen die Zahlen der Passagiere ähnlich schnell wie in Europa.

"Norwegian Encore" auf dem Weg in die Karibik

Mit der 333 Meter langen und 41 Meter breiten „Norwegian Encore“ hat die US-Reederei jetzt ein neues Flaggschiff bekommen. 2043 Kabinen müssen ab Ende November jedes Wochenende in Miami gefüllt werden. Mehr als 4400 Passagiere können auf 20 Decks des Riesenschiffes Urlaub machen.

„Das ist natürlich ein sehr stolzer Moment, so ein Schiff in Dienst zu stellen“, so Bubolz, der am Donnerstag von Bremerhaven zur Überführung nach Miami startet. „Natürlich ist auch ein weinendes Auge dabei, da es erst einmal das letzte Schiff von Meyer ist. Es wurden zwölf Schiffe für unsere Reederei in Papenburg gebaut. Die nächsten Neubauten kommen ab 2022 aus Italien“, erklärt Bubolz. Die nächste Klasse wird wieder kleiner. Der Bedarf an Megalinern mit 333 Metern Länge ist vorerst gedeckt.

Kevin Bubolz' Arbeitsplatz ist in Wiesbaden

Seinen Arbeitsplatz mit einem multinationalen Team hat Bubolz in Wiesbaden. Regelmäßige Meetings in Miami oder in Großbritannien sind aber auch Teil des Alltags. Kiel hat er dabei stets im Hinterkopf. „Natürlich ist es mein Wunsch, einmal mit einem NCL-Schiff nach Kiel zu kommen. Im Moment haben wir aber noch nicht genug Schiffe“, so Bubolz. Regelmäßig angesteuert wird in Deutschland vorerst nur Warnemünde. Hamburg wurde gerade im Tausch mit Southampton wieder aus dem Programm genommen, da die Fluganbindungen in Hamburg gerade für die internationalen Passagiere nicht so gut wie in Amsterdam oder Southampton sind. „Wir haben ein internationales Produkt. Da sind die Flugverbindungen schon sehr wichtig“, betont Bubolz.

Ausbildung startete in der Kieler Innenstadt

Seine Karriere startete der Kreuzfahrt-Manager im Sommer 1997 nach dem Abitur im Hapag-Lloyd-Reisebüro in der Andreas-Gayk-Straße. Ausbildung statt Studium war die Devise: Die Ausbildung an der Basis gab ihm das Rüstzeug für den Aufstieg in die Führungsetage bei NCL.

2000 bis 2005 folgte in Kiel an der CAU das Studium der Wirtschaftswissenschaften. Direkt danach wechselte er im April 2005 zu NCL nach Wiesbaden. Als junger Verkaufsmanager ging es zwei Jahre durch die Reisebüros. Wie in US-Konzernen üblich, fand seine Arbeit schnell Beachtung in der Führungsetage. Sieben Stationen waren es dann in der Reederei bis zum Europa-Chef. „Das ist ein ungeheuer spannender Bereich“, so Bubolz. Gerade bei der Einführung eines neuen Schiffes bestimmen Konferenzen und Meetings den Zeitplan. „Wir sind ja ein internationales Unternehmen, da gibt es ganz unterschiedliche Märkte“, so Bubolz. Bei der Überführung der „Norwegian Encore“ sind auch die Bereichsleiter aus Südamerika, Australien, Asien und Nordamerika an Bord.

Auf Bubolz warten arbeitsreiche Jahre

„Wir haben jetzt 17 Schiffe in der Flotte, es sind aber immer noch nicht genug“, so Bubolz. Gerade boomt Australien, und auch aus Brasilien, Großbritannien und sogar Israel gibt es Wünsche nach weiteren Schiffen. „Kiel habe ich immer noch im Blick. Die Liegeplätze dort sind sehr gut“, weiß der Manager.

Und Ruhe? Gerade hat sein Chef Andy Steward nach 32 Jahren an der Spitze der Reederei seinen Rückzug angekündigt. Bei seiner Abschiedsrede auf der „Norwegian Encore“ blickte Steward auf spannende wie arbeitsreiche Jahre zurück. Er habe aber in 32 Jahren nur einmal länger als zwei Wochen Urlaub gehabt: „Das waren meine Flitterwochen.“ „Natürlich ist das Thema Urlaub in US-Unternehmen ein anderes als in Europa. Wenn man ein gutes Team um sich hat, kann man aber auch mal drei Wochen Urlaub bekommen“, sagt Bubolz.

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