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Kiel Küstenkraftwerk ist wieder auf Kurs
Kiel Küstenkraftwerk ist wieder auf Kurs
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11:28 30.07.2018
Von Kristian Blasel
In der Abendsonne sieht das neue Gasheizkraftwerk aus der Entfernung schon fast fertig aus. Doch der Testbetrieb wird noch Monate dauern. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Es war eine schwierige Phase, die die Stadtwerke Kiel im vergangenen Herbst und Winter zu überstehen hatten. Massive Verzögerungen auf der Großbaustelle brachten den Zeitplan für das neue Küstenkraftwerk, das zuvor ausschließlich für Freude bei den Verantwortlichen gesorgt hatte, erheblich durcheinander.

Der Starttermin des neuen Küstenkraftwerks musste, wie berichtet, auf den 1. April 2019 verschoben und die Laufzeit des alten Gemeinschaftskraftwerks (GKK) nochmal um ein Jahr verlängert werden. Doch nun ist offiziell die Lage wieder im Lot: Die Bauarbeiten und die Probeläufe schreiten im gewünschten Tempo voran.

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Kohle-Ära in Kiel endet

„Der Zeitplan für die Abschaltung des GKK steht. Daran habe ich keine Zweifel mehr“, sagt Stadtwerke-Technik-Vorstand Jörg Teupen. Die Kohle-Ära geht damit in Kiel endgültig zu Ende. „Das ist gut fürs Klima und gut für die Finanzen der Stadtwerke. Ein Kraftwerk dieser Art lässt sich am aktuellen Strommarkt ökonomisch und ökologisch nicht mehr wirtschaftlich betreiben“, sagt Teupen. Einen Winter soll es die Region noch mit Wärme und Strom versorgen, dann werde Schluss sein. „Das GKK hat den Stadtwerken über viele Jahre gute Dienste geleistet.“

Unmittelbar neben dem alten GKK, auf einer der größten Baustellen Norddeutschlands, erreichen die Arbeiten derzeit die Zielgerade. Die 20 Gasmotoren aus Jenbach in Österreich, die Anfang des Jahres das Gelände erreicht hatten, befinden sich in der sogenannten Inbetriebsetzungsphase. Das heißt: Jeder einzelne Motor wird arbeitsfähig gemacht.

Danach kann das Herzstück des neuen Gasmotorenheizkraftwerks Stück für Stück zum Leben erweckt werden. „Die gesamte Inbetriebsetzungsphase wird bis Ende des Jahres andauern, es geht um viele komplexe Schritte“, sagt Teupen. „Aber nur so können wir die einzelnen Motoren zu einem Kraftwerk zusammenfügen.“

Probeläufe wurden absolviert

Probeläufe haben die 175 Tonnen schweren Aggregate bereits im Fertigungswerk auf dem Teststand in Österreich absolviert. Jetzt werden sie für die Kieler Verhältnisse angepasst, eingestellt und überwacht. Dass es im Kraftwerk vorangeht, ist deshalb auch für die Bevölkerung rund um die Kieler Förde an manchen Tagen gut zu erkennen. Gelegentlich raucht es bereits aus den vier 70 Meter hohen Schornsteinen.

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