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Kiel Essensreste sind ein Festmahl für Ratten
Kiel Essensreste sind ein Festmahl für Ratten
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09:00 05.01.2018
Von Martina Drexler
Um unliebsame Ratten zu bekämpfen, stellen Gastronomen, Händler und Immobilienbesitzer Gift-Kästen wie hier in der Innenstadt Kiels auf. Quelle: Frank Peter
Kiel

Betrachtet man die Meldungen besorgter Bürger, könnte sich das Problem sogar verschärft haben. Gegenüber 2016 stiegen die Fälle von Rattenbefall von 60 auf 195 in 2017. „Wir wissen aber nicht, ob dies auch am veränderten Meldeverhalten liegt“, sagt Abteilungsleiter Christoph Cassel. So tragen viele Kieler selbst dazu bei, dass Ratten üppige Mahlzeiten vorfinden. „Jede Stadt hat die Anzahl von Ratten, die sie ernährt. Wir gestalten den Lebensraum für sie wie auch für Möwen und Tauben“, bringt es Festersen auf den Punkt.

Ratten tauchen im ganzen Stadtgebiet auf, vermehrt aber dort, wo sie wie etwa in der Nähe von Lokalen und großen Wohnsiedlungen gut an Nahrung herankommen. Das größte Problem bleibt jedoch der Müll. Im März 2016 lud das Ordnungsamt zusammen mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb die Vermieter zu einem Gespräch ein, deren Immobilien in Mettenhof liegen, im Mai 2016 Vermieter und Unternehmen der Wohnungswirtschaft zum zweiten Gipfel in Gaarden. In beiden Fällen war die Resonanz mehr als ernüchternd. Während in Mettenhof die großen Müllbehälter vor den Hochhäusern ein Problem darstellen, sind es in Gaarden die Fehlbefüllung oder die neben kleineren Behältern aufgestellten Plastiktüten.

Gerade die 1,1-Kubikmeter großen Behälter seien oft von Eternit-Kästen umgeben, laut Festersen ideal für die Nager: „Sie kommen in ihr Restaurant und bleiben von Menschen ungestört.“ Ob das weggeworfene Pausenbrot, Kompost, in der Toilette heruntergespülte Speisereste oder auch die leckeren Häppchen für die Katze vor der Haustür – all das könnte für Ratten ein Festmahl bedeuten. Das Problem, sagt Festersen, gehe also alle an. 

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