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Kiel Sanierung sorgt für Unruhe
Kiel Sanierung sorgt für Unruhe
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08:13 27.03.2019
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wird nicht nur von den Gewerkschaften genutzt: Der Legienhof in Kiel ist eine Institution mit langer Geschichte. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Zum 31. August läuft der Mietvertrag mit dem langjährigen Pächter aus. „Es gibt Irritationen über den künftigen Weg zwischen dem Vermieter, dem Pächter und den Gewerkschaften“, bestätigt DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu auf Nachfrage.

Der Pächter hat keinen Plan B

Für Pächter Frank Feddersen, der den Betrieb vor 20 Jahren von seinen Eltern übernommen hat, eine nicht ganz einfache Situation: „Wir geben uns wirklich Mühe, mit einem neuen Konzept den Mietvertrag verlängern zu können, haben aber, wenn das scheitern sollte, keinen Plan B.“ Und weil ein Scheitern der Verhandlungen mit der Grundstückseigentümerin, der Gewerkschaftshaus Kiel GmbH (einer Tochter der Vermögens- und Treuhandgesellschaft – VTG des DGB), durchaus möglich ist, erreichen Feddersen derzeit etliche aufmunternde Nachrichten und Solidaritätsbekundungen: „Wir werden mitgenommen auf einer breiten Unterstützungswelle, auch die Gewerkschaften im Haus stehen fest zu uns“, sagt der 51-Jährige. Noch gehe er davon aus, den Betrieb weiterführen zu können – „wenn das nicht klappt, ist zum September Schluss, und es wird ausgeräumt“.

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Gewerkschaften wollen große Säle weiter nutzen können

Weil es in den Räumen und Sälen des Legienhofes durchaus „Instandsetzungsbedarf“ gebe, „sprechen wir als Mieter des Hauses mit der VTG darüber, wie es weitergeht“, sagt Gewerkschafter Hornschu. Nach dem großflächigen Umbau des 112 Jahre alten Gewerkschaftshauses in den Jahren 2010 bis 2012 habe im Januar ein Bausachverständiger den Zustand des Legienhofes überprüft. Das Ergebnis des Gutachtens und dessen bauliche Konsequenzen würden dann am 9. April zwischen VTG und den Mietern im Gewerkschaftshaus besprochen. „Uns ist es wichtig, dass eine Instandsetzung bei laufendem Betrieb möglich ist und die großen Säle weiterhin für Veranstaltungen genutzt werden können“, sagt Hornschu.

Nach „täglichen intensiven Gesprächen“ sei man nun am Ende der Ideenphase – „jetzt geht es darum, in die konkrete Planung einzusteigen“, betont Hornschu. Was die Baumaßnahme kosten soll und wie lange umgebaut werde, sei deshalb noch ungewiss.

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