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Kiel Kieler hat mulmiges Gefühl
Kiel Kieler hat mulmiges Gefühl
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11:28 25.08.2017
Von Fatima Krumm
Der dänische Erfinder Peter Madsen und die schwedische Journalistin Kim Wall schauen aus dem Turm des U-Boots. Quelle: Peter Thompson
Kiel

Die schwedische Journalistin Kim Wall war an jenem Tag mit dem dänischen Erfinder Peter Madsen zu einer Fahrt mit dessen selbst gebautem U-Boot aufgebrochen. Einen Tag später wurde das U-Boot absichtlich versenkt, seither fehlte von der Schwedin jede Spur. Madsen machte widersprüchliche Angaben zu Walls Aufenthalt. Am Montag dann die Gewissheit: Kim Wall ist tot. Ihr verstümmelter Torso ist an der dänischen Küste angespült worden. Wie die Schwedin ums Leben kam, ist noch ungeklärt. Madsen wird wegen Mordes angeklagt.

Herr Thompson, wie sind Sie auf das U-Boot aufmerksam geworden?

Ich war mit meiner Frau auf Hochzeitsreise auf der "Aida". Auf einem Ausflug hat man uns erzählt, dass Dänemark keine U-Boote mehr im Dienst hat. Deshalb habe ich das U-Boot gleich fotografiert.

Was haben Sie gedacht, als Sie merkten, dass Sie wahrscheinlich das letzte Foto der lebenden Journalistin gemacht haben?

Es war ein mulmiges Gefühl, als mir klar wurde, dass meine Fotos eine heiße Kiste sein können. Als sie zuerst nur verschwunden war, hatte ich noch irgendwie gehofft, dass sich alles noch aufklären lässt.

Ihre Fotos stoßen auf großes Interesse. An wen haben Sie sie gegeben?

Die sind auf der ganzen Welt erschienen. In Australien, den USA und auch Brasilien. Außerdem habe ich sie an die dänische Polizei geschickt. Vielleicht können sie ein Puzzlestück zur Klärung des Falls beitragen. Dennoch wünschte ich, die Fotos gar nicht gemacht zu haben. Die Medienanfragen nehmen überhand.

Mittlerweile ist klar, dass die Frau tot ist. Wie geht es Ihnen damit?

Ich habe tiefstes Mitgefühl mit der Familie der Journalistin.

Interview: Fatima Krumm

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