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Kiel Live richtig gut: Levellers
Kiel Live richtig gut: Levellers
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00:18 29.06.2013
Von Kai-Peter Boysen
 Stephen Boakes am Didgeridoo war der optische Mittelpunkt des Abends. Quelle: Boysen
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Kiel

Der Platz vor der Hörnbühne ist bereits gut gefüllt und sogar dieser scheue Gast namens Sonne hat mal kurz einen Blick auf die Bühne geworfen, als sich das britische Sextett ans Werk macht. Seit 1988 ist die Urbesetzung zusammen, lediglich Gitarrist Simon Friend, einst Roadie bei den Kollegen der New Model Army, stieß 1990 dazu, und seit zehn Jahren ergänzt Keyboarder Matt Savage die Band.

„Levelling The Land“ hieß das zweite Album, das 1991 Levellers auch in Deutschland bekannt machte und aus dem heute dementsprechend reich zitiert wird. „The Game“ („I don't believe in heaven, I don`t believe in hell…”) wird abgefeiert, Menschen in verwaschenen Levellers-Shirts hüpfen und singen, dem steht Bassist Jeffrey Cunningham in nichts nach. Der Mann ist mit seinen gut einen Meter langen roten Dreadlocks und dem Gibson Firebird Bass ein Blickfang. Sänger Mark Chadwick hat verständlicherweise die Tonlage gesenkt, doch sein Folk-Charisma ist erhalten geblieben. Zurückhaltend sind seine Ansagen, die Band scheint sich erst an die Atmosphäre gewöhnen zu müssen, taut dann jedoch zunehmend auf. Geiger Jonathan Sevink schaut fasziniert einigen Fans zu, die sich mit geschlossenen Augen im Takt wiegen und die Texte murmeln.

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25 Jahre im Geschäft und nach wie vor eine richtig gute Liveband: Levellers aus Brighton konnten mit ihrer Mischung Folk, Rock und Punk Fans der ersten Stunde und Neugierige mit einer intensiven Show in ihren Bann ziehen und erwiesen sich als optimale Besetzung für die Kieler Woche.Der Platz vor der Hörnbühne ist bereits gut gefüllt und sogar dieser scheue Gast namens Sonne hat mal kurz einen Blick auf die Bühne geworfen, als sich das britische Sextett ans Werk macht. Seit 1988 ist die Urbesetzung zusammen, lediglich Gitarrist Simon Friend, einst Roadie bei den Kollegen der New Model Army, stieß 1990 dazu, und seit zehn Jahren ergänzt Keyboarder Matt Savage die Band. „Levelling The Land“ hieß das zweite Album, das 1991 Levellers auch in Deutschland bekannt machte und aus dem heute dementsprechend reich zitiert wird. „The Game“ („I don`t believe in heaven, I don`t believe in hell…”) wird abgefeiert, Menschen in verwaschenen Levellers-Shirts hüpfen und singen, dem steht Bassist Jeffrey Cunningham in nichts nach. Der Mann ist mit seinen gut einen Meter langen roten Dreadlocks und dem Gibson Firebird Bass ein Blickfang. Sänger Mark Chadwick hat verständlicherweise die Tonlage gesenkt, doch sein Folk-Charisma ist erhalten geblieben. Zurückhaltend sind seine Ansagen, die Band scheint sich erst an die Atmosphäre gewöhnen zu müssen, taut dann jedoch zunehmend auf. Geiger Jonathan Sevink schaut fasziniert einigen Fans zu, die sich mit geschlossenen Augen im Takt wiegen und die Texte murmeln.

Es sind die folkigen Duette aus Fiddle und Gitarre, die die Levellers-Songs tragen und sie in einen rockigen Refrain leiten. „15 Years“, das Folkrock-Feuerwerk „The Riverflow“ oder „Battle Of The Beanfield“ sind solche Partydrogen aus Levellers Hand.

Doch sie können's auch leise: „Carry Me“ vom Debütalbum „A Weapon Called The Word“ ist ein Akustikfolksong, den die Band schließlich mit Erfolg an die Fans übergibt, was Chadwick mit einem „fantastisch“ goutiert.

Eine Besonderheit ist der Auftritt des bunt geschminkten Stephen Boares mit seinem nicht minder bunten Didgeridoo. „He lives for it“, kommentiert Chadwick die Performance, die auch den Song „One Way“ begleitet. „There`s only one way to live, and that`s your own”, hallt es aus Hunderten Kehlen. Levellers, benannt nach einer demokratischen Freiheitsbewegung im England des 17. Jahrhunderts, halten traditionell die Fahne der Freiheit hoch und werden für ihre kritischen Texte nicht nur auf der britischen Insel geschätzt.

Von Pogo bis Mitwippen sind alle Bewegungsmuster auf dem Platz vertreten, als Levellers den „Liberty Song“ als erste Zugabe von der Bühne rocken. Die Geschichte „Devil Went Down (To Georgia)“ schickt die Kieler zum Abschluss im Uptempo weiter in den Abend, der mit einer guten Tanzparty begonnen hat.