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Kiel „Löffeln Sie die Suppe alleine aus!“
Kiel „Löffeln Sie die Suppe alleine aus!“
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21:53 11.06.2009
Kiel

Nachdem die Kooperation in der Mai-Ratsversammlung überraschend das Jugenddorf Falckenstein mit 1,1 Millionen Euro auf die Antragsliste gesetzt hatte, das Land das Jugenddorf jedoch als nicht förderfähig erkannt hatte, rieb Ingrid Zimmermann (Linke) der Kooperation die kurze Historie unter die Nase: Erst habe die Kooperation die freien Träger von Kitas nicht dabei haben wollen. Dann seien sie doch auf die Liste gekommen. Gegen das Votum des Jugendhilfeausschusses habe die Kooperation plötzlich 1,1 Millionen für das Jugenddorf - zuungunsten wiederum der freien Träger. Als das Land die Förderung Falckensteins unerwartet abgelehnt habe, habe die Kooperation das Geld freien Trägern geben wollen, obwohl die Volkshochschule (VHS) auf Platz zwei nach dem Jugenddorf gestanden habe. „Das ist ärgerlich für die VHS“, die laut Mai-Beschluss jetzt an der Reihe sei. Es blieben „viele Versprechungen der Kooperation und viele Enttäuschungen“. Das sei „schlimm gelaufen“, wetterte Zimmermann und forderte Rot-Grün und SSW auf: „Löffeln Sie die Suppe bitte alleine aus!“ Wie FDP-Ratsfraktionschef Helmut Landsiedel („Beschlüsse müssen eingehalten werden“) und seine Truppe verweigerten sich auch die Linken einem korrigierenden Antrag durch Enthaltungen. So stimmten Rot-Grün und SSW gegen CDU-Stimmen alleine dafür, die 1,1 Millionen zu den Kitas umzuleiten.

„Was die Staatskanzlei bewegt hat, das Jugenddorf als nicht förderfähig zu betrachten, ist verborgen“, verteidigte SPD-Fraktionschef Ralph Müller-Beck das Vorgehen. Die Antragssystematik „holt uns an unerwarteter Stelle ein“. Die Kooperation habe „gestümpert“ und veranstaltete „Chaostage“, drosch Stefan Kruber (CDU) auf die Kooperation ein: „Sie treten allen vors Bein.“ Falk Stadelmann versuchte, der „Verwaltungsleitung“ die Schuld zu geben, man sei nicht unterstützt worden. Prompt ging Kämmerer Gert Meyer in die Bütt und listete penibel auf, was die Kämmerei alles richtig gemacht habe.

Nach einer Weile ließ SPD-Recke Hans-Werner Tovar nicht nur die Opposition wissen: „Diese Debatte verdient den Deutschen Kleinkunstpreis“ - alle lachten, wohl jeder war gemeint.

Innerhalb des Konjunkturpakets ist das Land bereit, Kieler Projekte in einer Höhe von 16,24 Millionen Euro zu fördern. Zu 87,5 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln sollen die Beruflichen Schulen Gaarden, Ravensberg und Schützenpark gefördert werden, die 24 Schulen der Stadt sind mit allen beantragten Projekten berücksichtigt worden. Mit je 75 Prozent sollen acht städtische, sechs kirchliche und zwei Kitas der Arbeiterwohlfahrt sowie eine Waldorf-Kita und zwei Kitas eigener Trägervereine gefördert werden.

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