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Kiel Klick-Hilfe vor der Kommunalwahl startet
Kiel Klick-Hilfe vor der Kommunalwahl startet
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18:13 16.04.2018
Von Niklas Wieczorek
Eine runde Sache: Die an der Ausarbeitung des Lokal-O-Maten beteiligten Akteure starten das Entscheidungshilfe-Programm symbolisch mit einem Knopfdruck. Quelle: Niklas Wieczorek
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Kiel

Der kleine Bruder des landes- und bundesweit bekannten Wahl-O-Maten ist der Lokal-O-Mat. Der funktioniert denkbar einfach: Auf der Internetseite www.lokal-o-mat.de können Nutzer 30 Fragen beantworten, in denen sich die Positionen der zur Kommunalwahl am 6. Mai antretenden Parteien unterscheiden. "Das ist schon ein aufregender Moment", waren sich Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska und Burkhardt Richard, Geschäftsführer des Kieler Jugendrings, einig – bevor sie gemeinsam mit Vertretern des Jungen Rates, des Landesbeauftragten für Politische Bildung, der Jugendstiftung der Förde Sparkasse und Tanja Binder von der Gesellschaft für Information und demokratische Beteiligung (GDIB) auf den roten Knopf zum Start des digitalen Polit-Info-Werkzeugs drückten.

Kiel und Neumünster starten im Norden

Binder und die GDIB verbreiten den Lokal-O-Maten technisch bundesweit, mit Kiel und Neumünster nehmen dieses Jahr erstmals zwei Städte aus Schleswig-Holstein daran teil. An einem intensiven Wochenende hatte die Auswahlredaktion im März die Kernfragen zur anstehenden Kommunalwahl erarbeitet und den Parteien geschickt. Per Klick auf Zustimmung, Neutralität oder Ablehnung kann sich nun jeder Bürger durch die Parteiprogramme klicken, um ein gesiebtes Ergebnis zu erhalten, mit welcher Partei er übereinstimmt. "Eine Wahlempfehlung ist es jedoch nicht", sagte Binder. "Ich finde es einfach wichtig, dass sich junge Menschen damit auseinandersetzen", ergänzte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (SPD), Schirmherr der Aktion.

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Tovar war der erste Nutzer

Nachdem er im März zugegeben hatte, noch nie einen Wahl-O-Maten ausprobiert zu haben, musste er am Montag ran. Leicht angespannt ging Tovar an die Fragen, die sich auch mit argumentativ hart umkämpften Themen der Stadtentwicklung befassen: Stadtbahn ja, Flughafen erhalten, Pavillons weg – und 27 weitere Antworten später prangten auf Tovars Bildschirm 76,4 Prozent Zustimmung zu den Positionen der SPD. "Also jetzt kann man das veröffentlichen", sagte der Stadtpräsident mit einem Augenzwinkern. Seine Unterstützung gelte aber vor allem für einen generellen Effekt: Schließlich hatte er zuvor gelesen, dass bis zu fünf Prozent der wahlmüden Nutzer sich von einem solchen Programm doch noch motivieren lassen.

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