Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Kiel ist seine zweite Heimat
Kiel Kiel ist seine zweite Heimat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 27.06.2014
Von Sven Hornung
„Die Menschen, die zu unseren Konzerten kommen, erwarten von uns volle Leistung“: Lotto King Karl spielt am Sonnabend auf der NDR-Bühne wieder einmal in Kiel. Quelle: fpr
Anzeige

Lotto King Karl, werden Sie Ihren Fans neue Lieder auf der Kieler Woche präsentieren?

Ja, es gibt ein paar neue Songs, die wir teilweise auch schon im Mai beim Konzert im Hamburger Stadtpark gespielt haben. Irgendwann wird es dann auch ein neues Album geben, denn im nächsten Jahr feiern wir ein kleines Jubiläum. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.

Anzeige

Es gab Zeiten, da sangen Sie vor 50 Gästen in kleinen Clubs wie der Kieler Pumpe…

Daran erinnere ich mich gerne zurück, aber wir spielen ja immer noch hin und wieder in kleineren Clubs. Es ist doch toll, dass sich in den vergangenen 19 Jahren so viele Fans an unterschiedlichen Orten eingefunden haben, um unsere Musik zu hören. Bühne ist Bühne – man muss mit jeder Bühne immer wieder aufs Neue klar kommen. Das tun wir nach wie vor sehr gerne.

Stimmt es, dass Kiel Ihre zweite Heimat ist?

Ich habe Mitte der 80er-Jahre in Kiel gelebt, in den letzten Monaten meiner Zeit bei der Marine. Kiel war die erste Stadt außerhalb Hamburgs, in der wir als Band aufgetreten sind, und dort habe ich auch knapp zwei Jahre bei Delta Radio moderiert; zusammen mit Toddo Sörup, mit dem ich noch heute eng befreundet bin.

Dann haben Sie bestimmt einen Lieblingsplatz an der Förde…

Da gibt es einige. Ich erinnere mich an den Hügel hinter „Björns Reich“, wo wir früher das Kieler-Woche-Feuerwerk gesehen haben, meine alte Bootsstube in der Wik, den Blücherplatz und natürlich die Kieler-Woche-Bühnen, auf denen wir bisher aufgetreten sind.

Sind Sie nach der Zittersaison mit dem HSV eigentlich schon wieder in der Lage, sich auf Ihre Konzerte zu konzentrieren?

Puh, der Kampf um den Klassenerhalt war in der Tat eine ganz schwere und belastende Zeit für mich. Aber zum Glück ist es gerade noch einmal gut gegangen. Gott sei Dank! Aber wir sind Profis. Die Menschen, die zu unseren Konzerten kommen, erwarten von uns volle Leistung, und die bekommen sie auch, jetzt sogar noch mit dem Rückenwind, dass dieser Albtraum endlich vorbei ist.

Die Mehrheit der HSV-Mitglieder hat für die Ausgliederung des Vereins in eine AG gestimmt. Ist das Ihrer Meinung nach der richtige Weg?

Die Gretchenfrage, wie viel Kommerz im Sport wann zum Problem wird, ist auf keinen Fall in zwei Sätzen zu beantworten. Eigentlich ist uns doch die Entscheidung abgenommen worden: Wir alle, Mitglieder und Fans, haben es lange mit der alten und vielleicht auch gemütlicheren Struktur versucht und sind immerhin 51 Jahre lang nie abgestiegen. So falsch kann die Struktur daher nicht gewesen sein. Aber die Konkurrenz hat uns zuletzt klar aufgezeigt: Mehr als Platz 16 war in der vergangenen Saison nicht drin, deshalb war dieser Schritt im Grunde alternativlos. Und nun liegt es wieder an allen Mitgliedern, Fans und Freunden des HSV, auf diesem neuen Weg Tradition mit Zukunft zu verbinden.

Wie lange werden Sie noch auf dem Kran bei jedem Heimspiel stehen und die Fans mit Ihrem Song „Hamburg meine Perle“ einstimmen?

Mein Vertrag wurde schon im vergangenen Jahr verlängert und Ende Mai an den neu geschlossenen Vertrag zwischen NDR2 und dem HSV bis 2018 angepasst. Von mir aus kann das auch gerne bis 3018 so weitergehen.