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Kiel Kaisers Bauten haben ausgedient
Kiel Kaisers Bauten haben ausgedient
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07:00 30.10.2017
Von Frank Behling
Das über 100 Jahre alte "Gebäude 5" wird im Marinestützpunkt abgerissen. Der Bagger steht in der Rostocker Straße bereits in Position. Quelle: Frank Behling
Kiel-Wik

Vier derartige Gebäude baut die landeseigene Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH). Wenige Meter neben dem alten „Gebäude 5“ entsteht bereits ein Neubau. Er steht dort, wo bis zum Vorjahr das „Gebäude 10“ stand, das bereits abgerissen wurde. Der erste Neubau soll Ende kommenden Jahres eingeweiht werden. Dieses Gebäude gilt als Pilotprojekt, nach dessen Vorbild zukünftig alle Neubauten für Bundeswehrunterkünfte im Land entstehen sollen. In den neuen Unterkünften gibt es komplett andere Raumkonzepte als in den alten Militärbauwerken aus der Zeit der kaiserlichen Marine. Deshalb hat die Bundeswehr entschieden, die alten Gebäude zum Teil abreißen zu lassen.

Bis 2021 sollen vier neue Unterkünfte im Bereich des Marinestützpunktes entstehen. Ziel ist es, 360 zeitgemäße Unterkünfte einschließlich einer verbesserten Ausstattung mit Einrichtungsgegenständen und kostenloser Internetnutzung zu realisieren. Für die Soldaten heißt das: Es gibt keine Mehrbett-, sondern Einzelstuben mit eigenem Badezimmer und Komfortausstattung mit Fernseher und Kühlschrank. In diesen Gebäuden sollen zukünftig die Soldaten wohnen, die aufgrund ihres Alters noch kasernenpflichtig sind und in Kiel keinen Heimatwohnsitz haben.

Insgesamt werden über 100 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung gesteckt. „Es ist ein gutes Signal. Wenn man bedenkt, dass dort die Marine einmal weg wollte, ist dieser Kurswechsel aus unserer Sicht zu begrüßen“, sagt Ingrid Lietzow, SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Vereins „Maritimes Viertel – Kultur am Kanal“. Den Abriss des alten Stabs- und Lazarettgebäudes sieht sie nicht als so großen Verlust. „Das war ein normales Marinegebäude. Von dieser Art gibt es ja noch einige in der Wik“, so Lietzow. „Bei den alten Werkstattgebäuden am Hafen sah das anders aus, die waren wirklich einmalig. Schade, dass die damals abgerissen wurden“, so die Ratsfrau. Dort soll nach der Instandsetzungspier im nächsten Jahr der Bau einer Feuerwache beginnen. In die Denkmalrolle des Landes waren aber auch diese Gebäude nicht aufgenommen.

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