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17:33 10.06.2009
Kiel

Unterdessen schält sich heraus, dass die der Stadt bisher entstanden Kosten bei etwa fünf Millionen Euro liegen: „1,2 Millionen Euro werden bereits jetzt fällig“, erklärte der Chef des städtischen Eigenbetriebes Science Center, Günter Haehnchen. Damit sei der Entwickler, die Kölner AWC AG, in Vorleistung getreten. Auf Grundlage von Rechnungen seien weitere 1,6 Millionen Euro Kosten entstanden, sagte Haehnchen. Rechne man die Kosten für Personal und Ressourcen, die für Planung und Entwicklung nötig gewesen seien, hinzu, so stehe man vor einer Größenordnung von etwa fünf Millionen Euro, die die Stadt im Vertrauen auf sieben schriftliche Förderungszusagen des Ministeriums in das Projekt gesteckt habe.

Unter dem Motto „Wir drehen die Entscheidung des Finanzausschusses des Landtags!“ verschaffen sich Befürworter des Großprojektes bei Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und Landtagspräsident Martin Kayenburg (CDU) jetzt per E-Mail Gehör. Gestern wurde eine Internetseite (siehe unten) freigeschaltet, von der Nutzer mit wenigen Mausklicks eine eigene oder vorformulierte Eingabe an Ministerpräsident und Landtagspräsident absetzen können, die Entscheidung zu revidieren. „Machen Sie den Beschluss des Ausschusses rückgängig!“, wird da gefordert, Biel müsse „freie Hand bekommen“ und die zugesagte Förderung der Stadt Kiel zur Verfügung stellen.

In seiner Förderabsage „bedauert“ Wirtschaftsminister Jörn Biel die Entscheidung des Science-Center-Befürworters Jörn Biel. Er sehe jedoch angesichts des deutlichen Votums der Politik keine andere Möglichkeit als die 17,8-Millionen-Euro-Förderung abzulehnen.

Haehnchen machte deutlich, dass „wir aufgefordert wurden, ein Konzept einzureichen und dass die Zusage nur von Formalien abhängig gemacht wurde, die alle erfüllt sind.“ Mit dem bloßen Hinweis auf politische Verhältnisse werde sich die Stadt nicht zufrieden geben. Auch die L.O.I.-Partner blieben nicht stumm: So setzte sich Jürgen Rohweder, Vorsitzender des Nautischen Vereins und Ex-HDW-Sprecher, am Mittwoch im Kieler Haus der Wirtschaft für das Science Center „als Ort, an dem wissenschaftlich fundierte Kenntnisse über Zusammenhänge, Techniken und Technologien in das Bewusstsein der Besucher gepflanzt wird“, ein. Zurückhaltender äußerte sich als Vertreter der Wissenschaft Prof. Peter Herzig, Direktor des zur Christian-Albrechts-Universität gehörenden IFM/GEOMAR: „Wir warten die Entscheidung ab und werden sie akzeptieren. Nach einer negativen Förderentscheidung könnten wir uns die Mitarbeit an einem Nachfolgeprojekt vorstellen, wären aber, sollte die Entscheidung positiv ausfallen, selbstverständlich bereit, am Science Center mitzuarbeiten.“

ZurRatsversammlung hat die Grünen-Ratsfraktion eine Aktuelle Stunde zum Science Center beantragt. Doch schon wird über „The Day After“ („Der Tag danach“) nachgedacht: So könnte etwa eine Verschiebung der Förderzusage um wenige Monate Ruhe einkehren lassen, um das Projekt ohne Gesichtsverlust in einem zweiten Anlauf realisieren zu können, hofften die einen. Oder, so eine andere Version, mit dem Umzug des IFM/GEOMAR ans Ostufer werde in etwa drei Jahren Platz da frei, wo heute bereits mit Aquarium, Seehundbecken oder der Pier für Forschungsschiffe bewährte Kieler Attraktionen warten - und Platz für möglicherweise mehr. Biel übrigens ist für Gespräche über Kieler Projekte „offen“.

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