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Kiel Publikum verliebt sich in Mark Forster
Kiel Publikum verliebt sich in Mark Forster
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07:43 15.02.2019
Von Jörg Meyer
Der Sänger Mark Forster. Quelle: Axel Heimken/dpa (Archiv)
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Kiel

Mark Forster hat am Donnerstagabend ein Konzert in Kiel gespielt. In der ausverkauften Halle 400 trat er mit seinem Album "Liebe" auf – ausgerechnet am Valentinstag. Und nicht nur neue Lieder hat er mit im Gepäck, auch die alten Songs erstrahlen in neuem Glanz, dafür sorgte auch die neue Bläsersektion seiner Band.

Der erste Eindruck

Der beschwingte Titelsong des neuen Albums als Opener sagt eigentlich schon alles: „Das, was ich will, ist Seelenfrieden / Und da hilft eh nur Liebe / Der ganze Rest ist umsonst.“ Dennoch ist hier gar nichts umsonst, denn Forster stimmt seine neuen Lieder in auch neuem Sound an. Love is in the Air!

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Das Programm

Schon die neue Fassung des älteren Lieds „Sowieso“ versprüht mit seinen trotzigen Versen „Egal was kommt / Es wird gut, sowieso / Immer geht ’ne neue Tür auf, irgendwo“ Mut machenden Optimismus. Auch klanglich, denn Forster und seine um eine Bläsersektion erweiterte Band spielen einen funky Sound, den man von ihm bisher so nicht kannte: Avancen zu Bigband, Soul und Latin peppen alte wie neue Songs über die Liebe und ihre Wirren auf – oft unbedingt tanzbar.

Leisere Balladen wie „Genau wie du“, „Natalie“ und „Kogong“ präsentiert er dagegen fast „unplugged“, passend zum Club- und „Back to the Roots“-Singer-Songwriter-Gedanken seiner 2019er „Tour – Teil 1“.

Das Publikum ...

... ist textsicher, übernimmt manchen Refrain in hymnischer Eigenregie – die Band darf sich dann auf den Beat beschränken – und nimmt die Aufforderungen zum Tanz willig an. Von junger Familie über Ü40-Frauen, die ganz aus dem Häuschen die Arme hochwerfen, zum Mitklatschen wie zum Handy-Filmen, bis hin zum „bloß mitgebrachten“ Vater, der die Tochter auf die Schultern setzt, um gemeinsam zu singen und zu schwelgen.

Was in Erinnerung bleibt

Publikumsnähe ist Mark Forster wichtig. So wechselt er gegen Ende von der fernen Bühne zur Nähe eines Podests inmitten seiner Fans und singt dort die leiseren Balladen quasi „unplugged“ – ein inniger Moment der gegenseitigen Liebe, auch zu seiner Musik.

Fazit

Forsters Singen über die Liebe ist vom Text her nachwievor oft recht oberflächlich, aber wird mit neuem Sound umso tiefer, mitfühl-, mitsing- und tanzbarer. Die Kieler waren begeistert.

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