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Kiel 15-jähriger Kieler ist Deutscher Meister
Kiel 15-jähriger Kieler ist Deutscher Meister
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12:12 15.09.2019
Max Chrubasiks Meisterflieger: Der 3,5 Kilogramm wiegende Doppeldecker „Prometheus“ hat eine Spannweite von 1,58 Meter und eine Länge von mehr als 1,60 Meter. Quelle: Frank Peter
Kiel

Es war ein großer Erfolg für Max Chrubasik  bei den Jugendmeisterschaften des Deutschen Modellflieger Verbandes (DMFV) im Aero Club in Niederkassel (Nordrhein-Westfalen).

Der 3,5 Kilogramm wiegende Doppeldecker „Prometheus“ hat eine Spannweite von 1,58 Meter und eine Länge von mehr als 1,60 Meter. Betrieben wird er mit einem Elektromotor und viel Fingerspitzengefühl. Höchste Konzentration und räumliches Denken sind für die dreiminütige Flugperformance vor der 20-köpfigen Wettbewerbsjury unerlässlich. Zu zeigen sind Figuren wie gerissene Rollen, quadratische Loopings, Messer-, Rücken- und Landeflug.

Was man braucht, um Deutscher Meister im Modellfliegen zu werden? „Ehrgeiz, ein bisschen Talent und vor allem Eltern, die unterstützen“, sagt der Kieler. Denn das Modellfliegen ist ein kostspieliges Hobby.

Das Modellflugzeug kostet circa 1000 Euro

Circa 1000 Euro kostete der Siegerflieger. Für seine Flugzeuge muss der Jugendliche schon mal tiefer in die Weihnachtskasse greifen – oder aber seine ausgedienten Modelle an den jüngeren Bruder oder im Internet verkaufen.

Die Modelle kommen als Baukasten an, müssen gewartet, gereinigt und zusammengebaut werden. Die Aufkleber für seine Flieger designt der Schüler eigenhändig am PC. Die Fernsteuerung, die Ruder und deren Ausschlagswinkel, der Servo, der Motor, die Akkuspannung, kurz: das elektronische Feintrimming muss Max selbst programmieren.

Jeden Tag Training - keine Zeit für Handy und TV

„Jeder Flieger ist individuell, da gibt es täglich etwas zu tun. Ich habe gar keine Zeit zum Fernsehgucken oder fürs Handy.“ Denn jeden Tag trainiert der Jungpilot zwei bis drei Stunden am computerbasierten Flugsimulator. Mit Rauch und Karacho beweist Max sein Können zudem im Showflug.

Am Wochenende fährt die ganze Familie, das „Team Max“, mit dem Wohnmobil dann auf den Modellflugplatz Krogaspe im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Und wenn das Wetter mal schlecht ist, geht es mit selbstgebauten Styropormodellen in Indoorhallen.

Einziger Kieler bei internationalen Wettbewerben

Aus Kiel sei er leider der einzige, der an internationalen Wettbewerben teilnehme, und auch für die Mitschüler bleibe sein Hobby eher befremdlich. „Für viele sind Modellflugzeuge nur Spielzeug, und Eltern sind oft nicht bereit, Zeit und Geld in das Hobby zu investieren“, so Vater Martin, ebenfalls Hobbypilot in zweiter Generation.

Mit dabei ist auch immer Mutter Stefanie als Social-Media-Managerin. Die mediale Präsenz sei wichtig, um neue Sponsoren zu gewinnen. So oft er auch abhebt, Max ist so gar nicht abgehoben. Besser zu werden, das gehe immer.

Kein Interesse an Drohnen

Seine Lieblingsfächer in der Schule sind Sport und Englisch. Durch sein Hobby schließt er internationale Freundschaften wie mit einem Piloten aus Israel. Da sind gute Sprachkenntnisse nützlich. Er kann sich gut vorstellen, später als Bauzeichner oder Produktdesigner zu arbeiten.

Das derzeit populäre Thema Drohnen interessiere ihn kaum, sagt Max. „Dazu muss man ja nichts können.“ Er hält es weiterhin mit seinem Modellflieger. Mit dem macht sich Team Max bald auf zur Deutschen Meisterschaft der Erwachsenen in Quedlinburg im Harz.

Das große Ziel seien aber die Europameisterschaft 2020 in Spanien und die Weltmeisterschaft 2021 in den USA. Wie es sich für einen Überflieger gehört.

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