Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel „Me and all“-Hotel: So wird das Interieur aussehen
Kiel „Me and all“-Hotel: So wird das Interieur aussehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 25.09.2019
Von Michael Kluth
Es geht voran: So sieht aktuell der Neubau des "Me and all"-Hotels in der Kaistraße in Kiel aus. Quelle: Sven Janssen
Kiel

Jörg Cramer ist guter Dinge. Der Bauleiter des Generalunternehmers Bunte führt zufrieden über die Baustelle gegenüber der Hörn. Ein Musterzimmer ist schon fertig – und sieht aus, als könne man gleich da bleiben. Es ist komplett eingerichtet. Dusche und WC sind getrennt. In urbaner Werft-Optik mit kleinem Kran an der Wand und maritimen Motiven ist das Zimmer auf Kiel getrimmt.

„Me and all“-Hotel in Kiel: regional und nachhaltig

Regional und nachhaltig, diese Merkmale sollen das ganze Haus prägen. „Das wird nicht irgend ein weiteres Hotel“, sagt Konzernvorstand Frank Lindner. „Mit Kettenhotellerie ist es heutzutage nicht mehr getan.“ Er glaubt an die regionale Nische. „Die Gäste werden hier herkommen, weil es mal was anderes ist, weil sie mal was anderes erleben.“

So sieht die Inneneinrichtung des Hotels aus,

Lindners Sprecherin Catherine Bouchon erläutert, was gemeint ist. Sie sucht derzeit lokale Partner, etwa Bäcker und Kaffeeröster aus Kiel, mit denen das Hotel zusammenarbeiten will. Bei Veranstaltungen im Foyer für Kieler und Hotelgäste sollen „local heroes“ zum Zuge kommen – Musiker und andere Kulturschaffende aus der Kiel-Region.

Beton, Holz und Stahl werden dominieren

Die Werft-Optik aus dem Musterzimmer soll sich als „industrial look“ im ganzen Haus wiederfinden. Dominiert von Beton, Holz und Stahl. In der weitläufigen Lobby im Erdgeschoss sollen die Rezeptionsschalter, ein offenes Frühstücksbuffet in einer Art Gewächshaus mit „urban gardening“, ein Gemeinschaftsarbeitsareal, ein 24-stündiger Marktplatz, ein Spielebereich mit Billard und Kicker, eine Raucherlounge und die Bar sich wiederfinden, außerdem zwei „Boardrooms“, das sind kleinere Tagungsräume zum Mieten. Die Betonwände bleiben unverblendet.

164 Zimmer à 20 Quadratmeter wird das „Me and All“-Hotel haben, darunter 114 Standard- und 48 Superior-Zimmer sowie zwei barrierefreie Zimmer. Der Preis wird 129 bis 169 Euro pro Übernachtung betragen.

Bekenntnis zum Standort Kiel

Die Düsseldorfer Lindner-Gruppe betreibt 34 Hotels in Deutschland. Zu den bekanntesten gehören das Parkhotel Hagenbeck in Hamburg und das Hotel Airport in Düsseldorf. Sieben Häuser gehören zur 2015 gegründeten Zweitmarke „Me and all“: zwei in Düsseldorf sowie in Mainz, Hannover, Ulm, Stuttgart und Kiel. Die Boutique-Marke ist Innenstadt-Lagen vorbehalten und steht nach Konzernangaben mit individuellem Design und hochwertigem Material für ein „urbanes, lässig-ungezwungenes Flair“. Zielgruppe sind Business- und City-Reisende sowie mit Kulturveranstaltungen auch die Einwohner der Stadt.

Ja, auch ohne Übernachtung sollen Kielerinnen und Kieler sich in dem Hotel wohlfühlen. Frank Lindner sieht, jedem weiteren Hotelneubau in der Stadt zum Trotz, in seiner Investition auch „ein Bekenntnis zum Standort Kiel“.

Lesen Sie auch

Hotel-Boom in Kiel - Angst vor dem Überangebot wächst

Hotel am Exer in Kiel - Grundstein gelegt: Ende 2020 bleibt das Ziel

Hotelprojekt in Gaarden - „KoolKiel“ nimmt langsam Fahrt auf

Weitere Nachrichten aus Kiel lesen Sie hier.

Große Festlichkeiten werfen ihre Schatten voraus: Im kommenden Jahr feiert das Königreich Dänemark den 100. Jahrestag der „Wiedervereinigung“ mit dem Landesteil Nordschleswig/Südjütland. Aber was passierte genau vor 100 Jahren?

Kristiane Backheuer 24.09.2019

Die Autofahrer müssen sich auf Behinderungen im Raum Kiel einstellen. Zunächst hatte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr für Mittwoch und Donnerstag Arbeiten auf der A215 angekündigt. Diese fallen jedoch wegen Regen aus. Das städtische Tiefbauamt jedoch will am Donnerstag Schilder anbringen.

24.09.2019

Bus-Fahrgäste und Innenstadtbewohner müssen sich in den kommenden Tagen auf zahlreiche Einschränkungen in Kiel einstellen. Grund dafür sind die Vorbereitungen auf die Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit. Deshalb sind Straßen gesperrt, Busse fahren Umleitungen.

Jürgen Küppers 24.09.2019