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Kiel 40 Stunden Arbeit für null Euro im PJ
Kiel 40 Stunden Arbeit für null Euro im PJ
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12:00 18.01.2019
Von Oliver Stenzel
Im Pharmakologie-Hörsaal des UKSH diskutierten Vertreter der Medizinischen Fakultät, Landespolitiker und Studenten über die Missstände beim Praktischen Jahr für angehende Ärzte. Marius Leye von der Fachschaft übergab die Petition für ein faires PJ symbolisch an die Landtagsabgeordneten Lasse Petersdortter (Grüne) und Dennys Bornhöft (FDP). Quelle: Oliver Stenzel
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In seinem letzten Ausbildungsabschnitt, als der das PJ zählt, arbeitet er dicht am Patienten. Seine Tätigkeit ist dabei oft kaum von der eines fertigen Arztes zu unterscheiden. Und der Lohn? „Das UKSH zahlt dafür derzeit keinen Cent“, fasst Marius Leye die Lage in der Landeshauptstadt zusammen. Trotz bevorstehender Klausurwochen und Präparationskurse platzt der Hörsaal Pharmakologie am Mittwochnachmittag aus allen Nähten, in dem der Vertreter der Fachschaft Medizin an der Christian-Albrechts-Universität über die Maßnahmen der studentischen Interessenvertretung informiert, um diese Lage zu verändern.

Bundesweiter Aktionstag für ein faires PJ

Hintergrund der Veranstaltung ist ein bundesweiter „Aktionstag für ein faires PJ“. Denn nicht nur im Norden stellt das Praktische Jahr für die Medizinstudenten in vieler Hinsicht ein Krisenjahr dar, in dem sie eine 40-Stunden-Woche mit ihrem eigenen Ersparten subventionieren oder sich sogar zusätzlich einen Nebenjob suchen müssen. Indem es die angehenden Ärzte vollkommen unentgeltlich arbeiten lässt, nimmt das UKSH nichtsdestotrotz eine Sonderposition ein – andere Kliniken zahlen ihren PJlern immerhin etwas. „Wir wollen eine Vergütung nach dem Bafög-Höchstsatz“, formuliert Marius Leye die Hauptforderung der Fachschaft und erhält dafür von seinen Kommilitonen nachdrücklichen Beifall.

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