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Kiel Hier können Menschen mit Handicap segeln
Kiel Hier können Menschen mit Handicap segeln
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08:00 13.05.2019
Von Karina Dreyer
Auf geht's auf die Kieler Förde: Die Seglervereinigung Kiel und „Meer bewegen e.V.“ haben ein Kooperationsprojekt gestartet, um Menschen mit Handicap den Zugang zum regelmäßigen Segeln zu ermöglichen. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Am Sonnabend startete der Verein mit der Seglervereinigung Kiel ein Kooperationsprojekt, das Menschen mit Handicap den Zugang zum regelmäßigen Segeln ermöglichen soll. Anfang 2015 gründeten Eike Ketzler und Thomas Preuhsler den Verein „Meer bewegen“ in Borgstedt. Die Idee dazu kam den beiden Schiffsmechanikern vor vielen Jahren, als sie wochenlang auf Containerschiffen unterwegs waren und bei langen Nachtwachen darüber nachsannen, wie Barrierefreiheit auf Segelbooten und Inklusion im Segelsport funktionieren könnte. Mit dem Ergebnis: Der Verein kaufte Boote des englischen Typs „RS Venture Connect“, die mit einem speziell konzipierten „Sailability Kit“ behindertengerecht, auch für Rollstuhlfahrer, ausgestattet sind.

Segler sitzen auf Hartschalen

Dabei können die Segler auf den zwei Hartschalen sitzenbleiben und das Boot über einen Joystick vor den Sitzen lenken. Mit diesen Booten bietet der Verein auf dem Wittensee Events, Kurse und Workshops rund ums Segeln an. Mit dem Kooperationsvertrag mit der Seglervereinigung Kiel, kurz SVK, geht nun auch ein Boot auf der Förde an den Start. Die Kontakte zwischen der Seglervereinigung und dem „Verein Meer bewegen“ kamen während der Vorbereitungen zu den Special Olympics zustande, bei denen die SVK die Segelregatten leitete. Nun wurde aus diesem Kontakt eine konkrete Kooperation mit vier Angeboten für Menschen mit Behinderungen in der Woche. Verschiedene Boote sind dabei im Einsatz. „Jeder darf kommen, wir schauen und koordinieren dann, wer am besten in welches Boot passt“, erklärte SVK-Jugendwartin Iris Brettschneider. Da jeder, der segeln möchte, schwimmen können muss, ist das Schwimmabzeichen in Bronze Voraussetzung.

Segeln soll beim SVK für alle möglich sein

Die Angebote seien parallel zur Jugendarbeit, um auch schon bei den Jüngeren Barrieren im Kopf abzubauen. Denn die SVK möchte ein Ort sein, an dem alle, egal ob mit oder ohne Handicap, gemeinsam segeln gehen können und Spaß daran haben. Beim Ansegeln am Wochenende funktionierte das noch nicht, aber das soll sich während des Trainingsbetriebs demnächst ändern. Während zwei Gäste von der Stiftung Drachensee sich alles erst einmal nur anschauen wollten, ging es für Tina und Kaya von den Marie-Christian-Heimen mit viel Spaß aufs Boot mit Thomas Preuhsler. „Wir haben uns vorbereitet auf das Segeln, es gab auch Knotenkunde“, erklärte Bereichsleiterin Bianca Krohnschnabel.

Taufe von zwei Booten

Vor dem Ansegeln wurden auch zwei Boote getauft. Eins davon ist aus der Bootsklasse Laser und wird in der Jugendabteilung zum Einsatz kommen. Getauft wurde es auf den Namen „Cupcake“. „Bei uns sind die Boote der Jugendabteilung alle nach etwas Süßem benannt“, erklärte Iris Brettschneider. Für die neuen Angebote für Menschen mit Behinderungen schlug sie vor: „Einfach mal melden und mitmachen.“ Für mehr Informationen ist sie unter Tel. 0152/02972758 zu erreichen.

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