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Kiel Ärger um zugeparkte Straßen in Kiel
Kiel Ärger um zugeparkte Straßen in Kiel
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16:01 01.12.2019
Wird um zwei zusätzliche Fahrzeuge ergänzt: Künftig können an der StattAuto-Station in der Stephan-Heinzel-Straße acht Pkw, zwei Busse, zwei Transporter und zwei E-Autos ausgeliehen werden. Die Station ist die größte in Kiel. Quelle: JR: Jennifer Ruske
Kiel

Einen Parkplatz rund um die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule zu finden, ist derzeit nicht einfach: Anwohner und Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, suchen in dem Viertel zwischen Hasseldieksdammer Weg und Kronshagener Weg oftmals lange nach einen freien Stellplatz. Findet sich keiner, parken die Fahrzeuge „wo sie wollen“, sagt ein Anwohner und erzählte weiter: Selbst direkt im Einmündungsbereich der kleinen Stichstraßen in dem Viertel, wo eigentlich rechts und links ein Abstand von fünf Metern autofrei bleiben sollte, stehen die Autos so dicht, dass eine Ein- oder Ausfahrt oft „ein Ding der Unmöglichkeit“ sei. „Das ist durch den Wegfall von acht Parkplätzen in der Langenbeckstraße noch schlimmer geworden.“

Müllabfuhr kommt nicht mehr durch

Mit parkenden Autos haben auch die Anwohner der Hegelstraße zu kämpfen: Ist der Parkplatz vor dem Fitnessstudio im Kronshagener Weg voll, weichen die Besucher auf die kleine Straße entlang der Veloroute aus. „Die stehen dann so eng in der Kurve, dass die Müllabfuhr nicht mehr durchkommt.“ Mehr Kontrollen seitens der Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie Halteverbotsschilder, Poller oder Findlinge an den Einmündungen der kleinen Straßen, „die gern auch rechts und links zehn Meter Platz lassen“, das wünschten sich Ortsbeirat und Anwohner von der Verwaltung, um Abhilfe zu schaffen.

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Mehr Radler auf die Straßen

In Kiel sollen immer mehr Radfahrer auf die Straße: Am Exerzierplatz wurde dies umgesetzt, die Velos haben inzwischen eine Fahrbahn für sich. Dennoch nutzen viele Kieler immer noch den alten Radweg auf dem Bürgersteig – und das führt zu Konflikten mit Fußgängern. Ob der alte Radweg noch gültig sei und ob er nicht zu einem Fußweg umgebaut werden muss, das sind Fragen, die sich in der Sitzung nicht beantworten ließen. Der geplante Besuch eines Tiefbauamts-Mitarbeiters wurde kurzfristig abgesagt, erklärte Ortsbeiratsvorsitzende Monika Neht (Grüne).

Erfolgreiche Stattauto-Station

Das Thema „Verkehrsmaßnahmen im Stadtteil“ soll daher in einer künftigen Sitzung nachgeholt werden. Positives gab es vom Carsharing, also der organisierten Nutzung eines Autos von mehreren Personen, zu berichten: Die Stattauto-Station an der Stephan-Heinzel-Straße ist nicht nur die größte Station in Kiel, sondern auch die erfolgreichste. Sie werde so gut genutzt, dass man die Station um zwei weitere Fahrzeuge erweitern will, berichtete Boris Klatt, zuständig für den Fuhrpark in Kiel und Lübeck. Seit etwa elf Jahren gibt es die Station, derzeit ist sie laut Stattauto mit sieben Fahrzeugen und zwei E-Autos besetzt. Ein Transporter und ein Pkw sollen dazukommen.

Weitere Stellplätze geplant

Ob am Arndtplatz und in der Schillerstraße weitere Stellplätze eingerichtet werden können, werde im kommenden Jahr zusammen mit dem Ortsbeirat und dem Tiefbauamt geprüft. „Die Entwicklung der Stellplatzsituation ist in Kiel sehr dynamisch“, sagte Klatt. Seit 1991/92 gibt das Konzept Stattauto in Kiel. In der Landeshauptstadt sind derzeit 110 Fahrzeuge (Lübeck: 85) eingesetzt, die von etwa 4500 Menschen genutzt werden.

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Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

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