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Kiel Kleines Comeback für das Marinearsenal
Kiel Kleines Comeback für das Marinearsenal
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07:02 02.05.2018
Von Frank Behling
Das Gelände des Arsenalbetriebs erstreckt sich auf 52 Hektar und hat rund 1500 Meter zum Teil sehr neue Kai-Anlagen, an denen alle Artenvon Kriegsschiffen festmachen können. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Kiel sei Bestandteil dieser Überlegungen, bestätigte jetzt das zuständige Bundesamt für Ausrüstung, Nutzung und Informationstechnik der Bundeswehr in Koblenz auf Anfrage. Nach Informationen der Kieler Nachrichten werden bereits erste Zahlen von bis zu 100 zusätzlichen Dienstposten in Kiel genannt. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht.

Veränderte Sicherheitslage und neue Organisation

Auslöser für die Pläne sind die neuen Herausforderungen durch die veränderte Sicherheitslage in der Ostsee und die organisatorischen Veränderungen in der Truppe wie die Einführung der Arbeitszeitrichtlinie. Die Reparaturkapazitäten für Boote und Schiffe sollen zukünftig wieder näher an den Heimatstandorten der Einheiten angesiedelt werden. „Der geplante Aufwuchs des Marinearsenals ist ein wichtiges Zeichen“, sagte Flottillenadmiral Jan C. Kaack bei seiner Verabschiedung als Kommandeur der Einsatzflottille 1 in Kiel.

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„Hinsichtlich der möglichen Personalstärken können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen gemacht werden“, teilte ein Sprecher des Bundesamtes mit. Fest steht aber, dass schon bald Schiffe und Boote wieder öfter den Arsenalhafen in Kiel zur Wartung und Reparatur ansteuern werden.

Millionen für die Infrastruktur

„Es wird wieder investiert. Mehr als 500 Millionen Euro werden für Kiel und Eckernförde in die Hand genommen“, sagt Kaack mit Blick auf die Infrastruktur. Der größte Teil der Investitionen geht zunächst in die Infrastruktur verschiedener Kasernen. In Kiel ist zusätzlich der Aufbau eines Ausbildungszentrums Minenjagd in Vorbereitung. „Neue Dienstposten sind zwar noch keine Menschen, aber die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, sagte Kaack mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung.

Der Schwerpunkt müsse deshalb jetzt darauf liegen, die Attraktivität für den Dienst in der Bundeswehr hochzuhalten, sagte der Admiral in seiner Rede. Die Vermeidung unnötiger Fahrten und die Möglichkeit, die Einheiten in der Nähe der Heimathäfen auszubilden und instand zu halten, sei ein wichtiger Faktor, Familie und Beruf für die Soldaten vereinbar zu machen. Eine höhere Zahl an Dienstposten im Marinearsenal Kiel sei dabei sehr hilfreich. Das Marinearsenal in Wilhelmshaven hat bereits eine Kooperation mit der Jade-Universität in Wilhelmshaven gestartet mit dem Ziel, zusätzliche Fachkräfte, vor allem Ingenieure, auszubilden und anzuwerben.

Einst mehr als 800 Mitarbeiter

Die angestrebte Personalstärke in Kiel liegt aber noch weit unter der Zahl der Mitarbeiter, die bis zur Schließung des Arsenals im Dezember 2015 dort beschäftigt waren. Zeitweise waren auf dem Gelände in Ellerbek mehr als 800 Menschen mit der Betreuung von Marineeinheiten im Ostseeraum beschäftigt.

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