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Kiel Gründerszene soll gestärkt werden
Kiel Gründerszene soll gestärkt werden
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07:01 23.03.2018
Von Martina Drexler
Noch fehlen in Kiel geeignete Strukturen, um Hochschul-Absolventen für Start-ups zu ermutigen. Das soll sich ändern. Quelle: Prostock-studio/stock.adobe.com
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Kiel

Im Wirtschaftsausschuss machten sich Kiwi, Campus Business Box und das an der Kieler Universität angesiedelte Zentrum für Entrepreneurship für eine Förderung der Gründerszene in der Kiel-Region stark.

Kiwi schaltet ein neues Gründerportal der Kiel-Region frei

Noch vor drei bis fünf Jahren hatten junge Köpfe mit innovativen, kreativen Ideen es schwer, Gehör zu finden, wenn sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollten. Das hat sich nach Angaben von Kiwi-Geschäftsführer Werner Kässens grundlegend geändert: „Die Start-ups sind ein Element der jungen und dynamischen Stadtentwicklung geworden.“ Jedoch an der Motivation hapert es nach wie vor, als Absolvent mit neuen Konzepten auch ein Risiko einzugehen: „Wir müssen den Keim bereits an den Hochschulen legen“, betont Marion Mayr-Tschofenig (Kiwi). Um sich überhaupt einen Überblick über das bereits existierende Netzwerk zu verschaffen, schaltet die Kiwi ein neues Gründerportal der Kiel-Region frei.

Dass sich in Schleswig-Holstein die Zahl der Gründungen eher auf dem Sinkflug befinden, bedauert auch Anke Rasmus vom Zentrum für Entrepreneurship. Doch vieles ist nach ihren Angaben in Bewegung geraten: Unter dem Titel „Start-up SH“ gründete sich im vergangenen Juni ein Verein, der mit Unterstützung des Landes fast sieben Millionen Euro einsammeln konnte. Innerhalb des Vereins „Bay Areas“, der Kontakte zu Kiels Partnerstadt San Francisco und der IT-Region Silicon Valley aufbaut, ist auch ein Gründungswettbewerb geplant.

Verwaltung und Politik wollen Gründerszene stärken

Offenbar fehlten in Kiel noch geeignete Strukturen, um Hochschul-Absolventen für Start-ups zu ermutigen und sie nicht zu verlieren, meinte der grüne Ratsherr Dirk Scheelje. Im Ziel, die Gründerszene gemeinsam mit allen Partnern zu stärken, waren sich Verwaltung und Politik einig. Um das zu erreichen, setzt Kässens auf folgende Handlungsempfehlungen: Alle Partner müssten sich noch mehr vernetzen, ganzheitlich und in regionalen, aber auch internationalen Bezügen denken, neue Förderprogramme aufgreifen sowie die Gründerzentren modernisieren. Ganz oben auf der Agenda sieht er auch gezieltes Standortmarketing.

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