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Kiel Kieler FDP will eine Ampel
Kiel Kieler FDP will eine Ampel
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07:02 28.05.2018
Von Kristian Blasel
Im Juni tritt die neue Ratsversammlung in Kiel erstmals zusammen. Bis dahin soll der neue Kooperationsvertrag stehen. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die offizielle Entscheidung soll Montag getroffen werden. „Wir wollen Verantwortung übernehmen“, sagte Soll am Wochenende. Das sei nur in einer Konstellation mit Grünen und SPD zu realisieren. Die möglichen künftigen Partner äußern sich noch zurückhaltend – geben aber Signale, die Sympathien für eine derartige Konstellation erkennen lassen. Die neue SPD-Fraktionschefin Gesa Langfeldt zeigt sich für eine Ampel „durchaus offen“. Es wäre „deutlich angenehmer“, mit einer breiten Mehrheit zu arbeiten.

Grüne haben "inhaltliche Überschneidungen" mit der FDP entdeckt

Die Grünen beraten Dienstagabend auf einer Kreismitgliederversammlung über ihren weiteren Verhandlungskurs. Bis dahin soll ein Sondierungspapier entstehen, „damit unsere Mitglieder über einen klaren Vorschlag entscheiden können“, sagte Kreischef Johannes Albig. „Es gibt bei uns die Tendenz, wieder mit der SPD zu arbeiten. Gleichzeitig haben wir inhaltliche Überschneidungen mit der FDP entdeckt, die der Stadt guttun können – beispielsweise im Bereich Digitalisierung.“

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Ein Ampel-Bündnis käme in der Kieler Ratsversammlung auf 34 Stimmen

Ein rot-grünes Bündnis (30 Stimmen) hätte theoretisch im Stadtparlament mit künftig 59 Ratsleuten ebenso eine Mehrheit wie eine Jamaika-Koalition (ebenfalls 30 Stimmen) oder eine klassische Große Koalition (32). Eine Ampel-Bündnis jedoch käme auf 34 Stimmen und wäre damit stabiler als die anderen Varianten.

In den vergangenen Wochen haben sich vor allem SPD, CDU, Grüne und FDP intensiv beschnuppert – in gemeinsamen Grillrunden sowie offiziellen Arbeitstreffen, die zum Teil bereits in Dreier-Konstellationen organisiert wurden. Vor allem die CDU hatte sich Hoffnungen gemacht, ein Jamaika-Bündnis schmieden zu können. Doch offenbar tendieren vor allem die Grünen eher zu einer Ampel. „Uns geht es auch darum, den Wählerwillen richtig zu interpretierten“, betont Albig. „Und wir sehen es so, dass der Oberbürgermeister, der sich zuletzt auch persönlich im Wahlkampf eingesetzt hatte, am 6. Mai eher unterstützt wurde.“

Karina Dreyer 27.05.2018
27.05.2018
27.05.2018