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Kiel Die Kreativität richtig ausleben
Kiel Die Kreativität richtig ausleben
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19:39 13.11.2016
Von Karina Dreyer
Sie selbst haben 18 Vogelhäuser in ihrem Garten in Dänemark: Marianne und Ole Blomgren aus Fredericia mit ihren Wohnmobil-Vogelhäusern. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Alle Jahre wieder stellt sich die große Frage nach den weihnachtlichen Geschenken. Worüber könnte sich der Partner freuen, worüber die Kinder oder gar die Eltern? An 50 Ständen gab es zahlreiche Ideen – zum Kaufen oder Selbstmachen. In diesem Jahr fiel der Markt etwas kleiner aus. „Wegen des Volkstrauertages mussten wir von Sonntag auf Sonnabend verschieben und die Location von der Halle 400 zum Ostseekai wechseln“, erklärte Ove Braasch von den Bremer Veranstaltern gip. 40 Stände wurden abgesagt, aber die neue Location kam gut an. Heller und bessere Luft, so der einhellige Tenor der Besucherschar. Ob selbstgefertigter Schmuck, Fotokunst, Illustrationen, Upcycling-Produkte oder handgemachtes Kinderspielzeug, an 17 Standorten bundesweit sind die Do-it-Yourself-Märkte zu finden. In Kiel ist Tatjana Fröhlinger immer dabei. Die Wirtschaftsfachwirtin bastelt in ihrer Freizeit gerne Verpackungen aus Pappe und Pappkarton und verkauft sie auf dem Markt. Und so entstehen Wellnesstüten mit Schaumbadfläschchen und Teebeuteln, kleine Bücher für Fotos oder Adventskalender. Mit ihren Ideen füllt die Ellerbekerin einen ganzen Blog zum Nachmachen.

 Die beiden haben nicht nur einen Vogel: Marianne und Ole Blomgren aus Dänemark waren das erste Mal mit ihren kultigen Vogelhäuschen dabei, die wie Wohnmobile aussehen. „Wir haben selbst 18 davon im Garten hängen, die Meisen fühlen sich darin wohl“, erklärt das Paar. Im Alltag ist Ole Blomgren Chef eines Logistikunternehmens, „in der Freizeit muss ich etwas Kreatives machen und handwerken“, beschreibt er. Und so entstehen seit fünf Jahren kunterbunte Vogelhäuschen und Birdcamps aus rostfreien Materialien, pro Stück braucht er vier Stunden. „Wir haben erst gedacht, Vögel mögen keine bunten Häuschen, aber das stimmt nicht. Wir haben immer ganz viel Nachwuchs“, betonen beide.

 Maritim geht bei Geschenken immer, bei Einheimischen wie Touristen. Die Erfahrung hat auch Jen Schröder von „Neptuns Geschmeide“ aus Wellingdorf gemacht. Sie verkaufte Accessoires, Gürtel und Schlüsselanhänger. „In Hamburg und Kiel geht das Maritime immer, das liegt wohl an der Nähe zum Wasser“, denkt sie. Und so lief das Geschäft mit den kleinen blauen Ankern aus Oplait-Splittern, dem Ostseesand in Glasperlen und den Anhänger mit den Aufschriften Käpt’n, Tohus oder Nordlicht prima. Ähnlich sah es auch bei den außergewöhnlichen Uhren und Brillen aus Bambus, Rosenholz, Kirsche und Ahorn aus – die Flensburger Firma „Woodlovers“ zog die Besucher an.

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