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Kiel Miniphänomenta weckt den Forschergeist
Kiel Miniphänomenta weckt den Forschergeist
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11:00 30.03.2019
Von Laura Treffenfeld
Salaf Baki (15) aus der 8. Klasse der Max-Tau-Schule präsentiert die Vasen-Linse - eine Experimentierstation der Miniphänomenta. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Nur ein paar Holzspäne auf dem Boden verrieten, dass kurz zuvor noch tatkräftig geschraubt, gehämmert und gesägt wurde. In der Aula der Max-Tau-Schule hatten Schüler am Freitagvormittag Exponate der sogenannten Miniphänomenta nachgebaut.

Die große Phänomenta gibt es in Flensburg

„Die Miniphänomenta ist ein Projekt für Schulen, um Kindern mehr Raum zum freien Forschen und Ausprobieren zu geben“, erklärte Phänomenta-Mitarbeiter Björn Kaffenberger. Die Idee gehe zurück auf den Flensburger Professor Lutz Fiesse, der das erste deutsche Science Center, die Phänomenta in Flensburg, mitgründete.

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40 unterschiedliche Experimentierstationen waren im Rahmen des Projektes zwei Wochen lang in der Max-Tau-Schule ausgestellt worden. Aus allen Exponaten hatten sich die Schüler dann zehn Stücke ausgesucht, um sie nachzubauen und dauerhaft in ihrer Schule ausstellen zu können.

Am Ende klappte auch der Nachbau

Justin Langfeldt aus der 6a hatte sich für eine Holzkonstruktion mit Pendel interessiert: „Es gab erst ein kleines Problem mit dem Sand in der Kiste, der ist etwas herausgerieselt. Aber dann haben wir das Holz noch einmal verklebt, und dann war alles okay.“

Neben dem Pendel gab es unter anderem eine Murmelbahn, eine Kugelrampe und ein Kinorad zu entdecken. Letzteres bestand aus einer Scheibe mit mehreren Schlitzen, hinter denen sich auf einer gegenüberliegenden Fläche ein Bild befand. Drehte man an dem Rad und guckte durch die Schlitze, sah man das Bild als kleinen bewegten Film.

Miniphänomenta führt an MINT-Fächer heran

Stefanie Meier, Mathelehrerin an der Max-Tau-Schule, hatte vorab mit ihrer Kollegin eine Fortbildung für die Durchführung der Miniphänomenta belegt. „Mich hat das Projekt auch interessiert, weil ich bereits einmal bei der großen Phänomenta in Flensburg auf Klassenfahrt war“, so Meier. Es sei zudem eine gute Gelegenheit, Schüler ganz praxisnah an die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) heranzuführen.

Interessierte Schulen können sich noch melden

Finanziert wurde die Mettenhofer Miniphänomenta von den Stadtwerken Kiel. Pro Schuljahr soll das Projekt an fünf Schulen gefördert werden. „Die Max-Tau-Schule ist unser Pilot“, sagte Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster. „Es folgen dann in diesem Jahr noch die Friedrich-Junge-Grundschule, die Parkschule in Gettorf und die Schule im Augustental in Schönkirchen.“ Fünf weitere Schulen seien zudem für den Herbst geplant. Interessierte Schulen können sich bei den Stadtwerken melden.

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