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Kiel Das sind die neuen Kehrmaschinen des ABK
Kiel Das sind die neuen Kehrmaschinen des ABK
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12:00 10.10.2019
Von Marc R. Hofmann
Alles im Griff: Karsten Eichmann steuert eine der drei neuen Kehrmaschinen des Abfallwirtschaftsbetriebs Kiel. Quelle: Frank Peter
Kiel

Sie wurden speziell nach den Wünschen des Unternehmens ausgerüstet. Außerdem bleiben zwei der Altfahrzeuge vorerst für den Winterdienst im Einsatz, eins soll verkauft werden. Stefan Schwalm, Fuhrparkleiter des städtischen Betriebs, sagt: „Uns war besonders wichtig, dass die neuen Fahrzeuge auf zwei Ebenen kehren können und sich schnell für den Einsatz im Winter umrüsten lassen.“ 

Modelle nicht von der Stange

Solche Modelle gebe es nicht einfach von der Stange. Von der Ausschreibung bis zum ersten Einsatz auf Kiels Straßen sei darum etwas mehr als ein Jahr vergangen. Vorteil für das Unternehmen: Stellplätze werden gespart und durch eine bessere Auslastung der Fahrzeuge können eher wieder neue Modelle angeschafft werden. Den Auftrag erhalten hat das Unternehmen Brock aus Witten in Nordrhein-Westfalen. „Mit denen hat auch die Stadtreinigung in Hamburg gute Erfahrungen gemacht“, sagt Schwalm. Die Firma übernahm den individuellen Ausbau der Fahrzeuge, Standard ist lediglich das Fahrgestell des schwedischen Herstellers Volvo.

Maschinen sind das ganze Jahr im Einsatz

Etwa 380 000 Euro kosten die Modelle pro Stück, sie gehören damit zu den teuersten Maschinen des Betriebs, sagt Schwalm: „Zwei setzen wir im Sommer als Kehrmaschinen und im Winter zum Räumen der Straßen und Streuen von Salz ein.“ Die Fahrzeuge seien dazu zusätzlich mit Allradantrieb ausgestattet. Der dritte Volvo hingegen hat eine andere Spezialaufgabe: „Er kann mit kreisenden Hochdruckdüsen Ölspuren besonders gründlich von der Fahrbahn entfernen.“ Nötig werde das, weil eine neue Vorschrift genau vorgebe, wie „griffig“ die Straße nach der Reinigung sein müsse. Bisher hatte der Abfallwirtschaftsbetrieb dazu mitunter Fremdfirmen beauftragen müssen.

ABK hofft auf Arbeitserleichterung

So erhofft sich der ABK von den neuen Modellen eine deutliche Arbeitserleichterung. Stefan Schwalm sagt: „Durch die zweite Kehrbürste wird der Rinnstein deutlich sauberer und die Bürgersteig-Kolonne hat weniger Arbeit.“ Weiterer Vorteil sei die schnelle Umrüstbarkeit für den Winterbetrieb. Meldet der „Fensterdienst“ des Betriebs die ersten Flocken, können die Fahrzeuge binnen einer Stunde für das Räumen von Schnee und das Streuen von Salz umgerüstet werden. „Bisher hat das bis zu einem Tag gedauert“, sagt der Fuhrparkleiter. Ob sich dadurch in Zukunft Arbeitsabläufe ändern oder gar einsparen lassen, sei jedoch noch nicht klar. 

So gut der Eindruck von den neuen Fahrzeugen bisher ist, einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: Anders als bestellt, wurden die Fahrzeuge ohne einen sogenannten Knickhaken geliefert, der das Absetzen des Aufbaus vereinfachen soll. Fuhrparkleiter Schwalm zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Wenn wir mit dem gelieferten System nicht zufrieden sind, muss es der Hersteller tauschen.“

E-Kehrmaschine

ABK testet E-Kehrmaschine

Neben den drei neuen Fahrzeugen mit Dieselmotor testet der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel derzeit noch einen Prototypen mit eine E-Kehrmaschine. Für 14 Tage ist das vollelektrische Modell, ebenfalls vom Hersteller Brock, in der Landeshauptstadt im Einsatz. Vorteil: die Maschine arbeitet wesentlich leiser, könnte deswegen möglicherweise bereits ab 7 und nicht erst 9 Uhr morgens eingesetzt werden. Außerdem stößt sie während der Fahrt keine Schadstoffe aus. Nachteil: sie kann noch nicht für den Winterdienst umgerüstet werden und ist wegen ihres höheren Gewichts nicht überall einsetzbar.

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